Beben der Stärke 5,7

Schweres Erdbeben fordert mindestens 20 Todesopfer

Ein Anwohner besichtigt sein beschädigtes Haus nach einem schweren Erdbeben in Harnai
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Ein Anwohner besichtigt sein beschädigtes Haus nach einem schweren Erdbeben in Harnai, etwa 100 Kilometer von Quetta, Pakistan, entfernt. Ein starkes Erdbeben hat am frühen Donnerstag Teile des Südwestens Pakistans erschüttert.

Schweres Erdbeben im Südwesten Pakistans: Derzeit ist die Rede von 20 Todesopfern. Helfer suchen nach Verschütteten und befürchten weitere Opfer in der Provinz Baluschistan.

Islamabad – Ein schweres Erdbeben im Südwesten Pakistans hat nach ersten Behördenangaben mindestens 20 Menschenleben gefordert. Rund 300 weitere Menschen seien verletzt worden. Im Bezirk Harnai, dem am stärksten betroffenen Bezirk, seien nach Medienberichten Hunderte Häuser zerstört und eine Vielzahl von Menschen unter Trümmern eingeschlossen worden, erklärte der lokale Verwaltungschef Suhail Anwar. „Wir befürchten, dass die Zahl der Todesopfer steigen könnte, sobald unsere Teams abgelegenere Gebiete erreichen“, sagte Anwar.

Premierminister:Imran Khan
Hauptstadt: Islamabad
Bevölkerung:220,9 Millionen (2020)
Präsident:Arif Alvi

Erdbeben in Pakistan: An der Grenze zum Iran – Beben in der Provinz Baluchistan hatte die Stärke 5,7

Das Beben hatte die Provinz Baluchistan an der Grenze zum Iran in den frühen Morgenstunden des Donnerstags erschüttert, wie das örtliche Innenministerium mitteilte. Es erreichte demnach eine Stärke von 5,9 und überraschte viele Menschen im Schlaf. Das Epizentrum des Bebens lag etwa 100 Kilometer westlich der Provinzhauptstadt Quetta, wie das Meteorologische Amt des Landes mitteilte. Die in den USA ansässige Erdbebenwarte USGS bezifferte die Stärke des Bebens auf 5,7.

Stromausfälle erschweren Rettungseinsatz nach Erdbeben in Pakistan – Kinder unter den Toten und 300 Verletzten

Nach Angaben der Nationalen Katastrophenschutzbehörde (NDMA) wurden zahlreiche Menschen unter den Trümmern eingestürzter Gebäude verschüttet. Das genaue Ausmaß der Schäden und die exakte Zahl der Opfer seien noch unklar, sagte ein Behördensprecher. Zivile Rettungskräfte und das Militär seien in den Bezirk Harnai entsandt worden. Erschwert wurden die Rettungs- und Bergungsarbeiten demnach durch Stromausfälle in weiten Teilen Baluchistans.

Unter den Toten seien auch mehrere Kinder, sagte Anwar. Die mindestens 300 Verletzten behandle man in lokalen Krankenhäusern, sagte ein lokaler Behördenvertreter.

Panische Menschen auf Videos während des Erdbebens in Pakistan zu sehen – Beben in Baluchistan auch in Karachi und Islamabad zu spüren

In sozialen Medien geteilte Videos zeigen Menschen, die in Panik während des Erdbebens in Pakistan der aus ihren Häusern rennen und schreien. Es gab Berichte, denen zufolge die Erschütterungen auch in der südlichen Hafenstadt Karachi und in der Hauptstadt Islamabad zu spüren waren. Das Erdbeben habe zudem an zwei Stellen der Hauptstraße zwischen Quetta und Harnai Erdrutsche ausgelöst, teilte der Katastrophenschutz mit.

Bei den Rettungsbemühungen kämen auch Armeehubschrauber zum Einsatz, um Verletzte aus unzugänglichen Gebirgsregionen auszufliegen, sagte der Provinzchef der NDMA, Naseer Nasir. Schwerverletzte würden in große Krankenhäuser in der Stadt Quetta verlegt.

Erst vor nicht allzu langer Zeit erschütterte ein Erdbeben Haiti und forderte rund 2000 Todesopfer. Glimpflich gehen dagegen die leichten Erdbeben in Landkreis Verden aus, die wohl durch die Erdgasförderung in Region in Niedersachsen bedingt sind. Beim letzten Mal war Beben in Langwedel deutlich zu spüren und hat aber längst nicht die Stärke und die Ausmaße wie in Pakistan und der gesamten Region.

Erdbeben in Pakistan fordern immer wieder Todesopfer in der Region

In Pakistan kommt es immer wieder zu schweren Erdbeben, die große Schäden verursachen. Im Oktober 2015 kamen bei einem Erdbeben der Stärke 7,5 in Afghanistan, Pakistan und Indien mehr als 400 Menschen ums Leben, Tausende weitere wurden obdachlos. Im Oktober 2005 hatte ein Erdbeben der Stärke 7,6 allein in Pakistan mehr als 86 000 Menschen das Leben gekostet, im indischen Teil Kaschmirs kamen etwa 1350 Tote hinzu. Mehr als drei Millionen Menschen verloren damals ihr Zuhause. (dpa) * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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