Stärke 6,2

Erdbeben erschüttert den Norden Afghanistans

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Das Deutsche Geoforschungszentrum Potsdam bezifferte die Stärke des Bebens auf 6,3. Foto: Oliver Berg, dpa

Kabul - Ein schweres Erdbeben hat den Nordosten Afghanistans erschüttert. Das Beben an der Grenze zu Pakistan und Tadschikistan am späten Freitagabend hatte nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS eine Stärke von 6,2.

Berichte über Todesopfer lagen zunächst nicht vor. In der pakistanischen Stadt Peshawar wurden mindestens 30 Menschen verletzt. Die Erdstöße waren auch in den Hauptstädten Kabul und Islamabad sowie in der indischen Hauptstadt Neu Delhi zu spüren.

Das Zentrum des Bebens lag nach USGS-Angaben 280 Kilometer nordöstlich der afghanischen Hauptstadt Kabul in einer Tiefe von 203,5 Kilometern. Die Erde bebte nach Angaben eines AFP-Reporters mindestens 30 Sekunden lang. In Kabul rannten die Menschen ins Freie, wo sie trotz bitterer Kälte zunächst aus Angst vor Nachbeben blieben.

Auch in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad wankten nach Angaben eines AFP-Korrespondenten Gebäude. In Peshawar wurden nach Angaben eines Krankenhaussprechers mindestens 30 Menschen verletzt. Twitter-Nutzer berichteten aus der indischen Hauptstadt Neu Delhi, auch dort sei das Erdbeben zu spüren gewesen.

Im Oktober waren bei einem Beben der Stärke 7,5 in Pakistan und Afghanistan fast 400 Menschen getötet worden. In beiden Ländern wurden mehr als 18.000 Gebäude zerstört oder beschädigt.

Am Hindukusch stoßen die Indische und die Eurasische Kontinentalplatte aufeinander, deshalb kommt es dort immer wieder zu schweren Erdbeben. Im Oktober 2005 waren bei einem Beben der Stärke 7,6 im von Pakistan kontrollierten Teil Kaschmirs waren mehr als 75.000 Menschen ums Leben gekommen. 3,5 Millionen Menschen verloren ihr Zuhause.

GFZ Potsdam

EMSC

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