Erasmus-Programme beliebt wie nie

Brüssel - Die Zahl der Studenten, die das Stipendien-Programm Erasmus nutzen, ist 2009 auf ein Rekordhoch gestiegen. Die deutsche Reiselust wird nur von einem Nachbarland getoppt.

Bei Studenten ist von Europa-Verdruss keine Spur, im Gegenteil: Im vergangenen Jahr ist die Zahl von Erasmus-Stipendiaten, die für ein Semester oder ein Praktikum ins EU-Ausland gegangen sind, auf 200.000 und damit auf einen Rekord angestiegen. Bei Praktika gab es ein Plus von 50 Prozent, wie die EU-Kommission am Montag bekanntgab.

Deutsche Studenten gehören zu den größten Erasmus-Fans: 27.900 von ihnen nutzten im Lehrjahr 2008/2009 ein Erasmus-Stipendium, nur die Franzosen (28.300) waren reiselustiger. Als Zielland steht Deutschland hinter Frankreich und Spanien auf Platz drei. Deutsche Hochschulen und Unternehmen nahmen 22.000 Studenten auf. Die Gründe für die wachsende Beliebtheit des 1987 eingeführten Programms: Die verfügbaren Mittel sind im vergangenen Jahr um zwölf Prozent gestiegen, und die monatliche Unterstützung pro Student wurde von 255 auf 272 Euro pro Monat angehoben.

Inzwischen erhalten rund vier von hundert Studenten die Möglichkeit, mit Erasmus ins Ausland zu gehen. Es sei allerdings schwierig, das Programm im gleichen Tempo weiter auszubauen, sagte Bildungskommissarin Androulla Vassiliou in Brüssel. Denn die Haushaltsposten für die Förderung werden in den kommenden Jahren nicht mehr so stark angehoben wie in der jüngeren Vergangenheit.

DAPD

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