WWF schlägt Alarm

Elefanten in Myanmar werden für Cremes gehäutet

Ein von Wilderern abgetrennter Rüssel eines Elefanten hängt im Dschungel von Myanmar am Ast eines Strauches. Foto: WWF/dpa

Giftpfeile von Wilderern bringen den grauen Riesen den Tod. Dann wird den Elefanten die Haut abgezogen. Hintergrund des grausamen Dramas in den Wäldern Myanmars: Die Produktion von Cremes.

Berlin (dpa) - In Myanmar - dem ehemaligen Birma - häuten Wilderer immer öfter Elefanten. "In den Wäldern Myanmars werden derzeit vermehrt riesige blutige Fleischberge gefunden", teilte die Organisation WWF mit. Die Haut der Tiere solle zu Kosmetik verarbeitet werden.

In diesem Jahr seien in dem südostasiatischen Land bereits 20 Elefanten getötet worden. Seit 2013 seien insgesamt 110 Tiere der Wilderei zum Opfer gefallen, schreibt der WWF. Meist würden die Tiere mit selbstgebauten Giftpfeilen beschossen, an denen sie erst nach einem langen Todeskampf sterben.

"Anders als sonst haben es die Wilderer nicht auf die Stoßzähne abgesehen", sagte Katharina Trump, WWF-Expertin für Wildtierkriminalität. "Die Haut der Tiere wird zu Cremes verarbeitet. Angeblich soll es gegen Hautkrankheiten helfen. Aber das ist natürlich Aberglaube." Dem WWF zufolge leben derzeit noch etwa 2000 Elefanten in Myanmar. Das Überleben der Tiere sei ernsthaft bedroht.

WWF zu Elefanten

Das könnte Sie auch interessieren

Fronten im Unionsstreit verhärten sich vor EU-Asyltreffen

Fronten im Unionsstreit verhärten sich vor EU-Asyltreffen

Shaqiri beschert Schweiz 2:1 gegen Serbien

Shaqiri beschert Schweiz 2:1 gegen Serbien

Musa-Doppelpack lässt Nigeria hoffen: "Wir sind zurück"

Musa-Doppelpack lässt Nigeria hoffen: "Wir sind zurück"

Hurricane Festival 2018: Bilder vom WoMo Ost

Hurricane Festival 2018: Bilder vom WoMo Ost

Meistgelesene Artikel

Achterbahn-Unglück: Gondel dreht plötzlich um - Menschen stürzen zehn Meter tief

Achterbahn-Unglück: Gondel dreht plötzlich um - Menschen stürzen zehn Meter tief

Autofahrerin schlägt beim Einsteigen Alarm - Polizisten machen Schock-Fund in Motorraum

Autofahrerin schlägt beim Einsteigen Alarm - Polizisten machen Schock-Fund in Motorraum

Touristin erschießt höchst seltenes Tier - die Reaktionen folgen prompt

Touristin erschießt höchst seltenes Tier - die Reaktionen folgen prompt

SMS an Ex-Freund landet bei Fremdem: Dann ändert sich Jennies komplettes Leben

SMS an Ex-Freund landet bei Fremdem: Dann ändert sich Jennies komplettes Leben

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.