Schon 137 Kältetote in Russland

Eiszapfen erschlägt Frau

Moskau - Der klirrende Frost in Russland hat die Zahl der Kältetoten auf mindestens 135 getrieben - doch auch Tauwetter im Nordwesten des Landes fordert erste Opfer.

Ein herabfallender Eiszapfen erschlug eine 44-Jährige in St. Petersburg. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung, wie die Agentur Interfax am Freitag meldete. Bei zwei ähnlichen Vorfällen in der Touristenmetropole wurden zwei Menschen schwer verletzt.

Der Chef des Wetterdienstes, Roman Wilfand, sagte, Russland habe 2012 mehr Naturphänomene wie schweren Frost, Dürre und Überschwemmungen erlebt als je in einem Jahr zuvor.

Trotz einer leichten Erwärmung hat der Winter mit seinen strengen Frösten Russland weiter fest im Griff. Allein in den letzten 24 Stunden seien acht Menschen gestorben und 164 in Krankenhäuser eingeliefert worden, meldet die Nachrichtenagentur RIA Nowosti am Freitag. In den vergangenen zwei Wochen seien landesweit 135 Tote zu beklagen. 1.059 Menschen wurden im Krankenhaus behandelt.

In und um Moskau wurde die selbst für russische Verhältnisse ungewöhnlich strenge Kälte inzwischen durch ergiebigen Schneefall und Eisregen abgelöst. In der Hauptstadt seien die Winterdienste mit 11.000 Räumfahrzeugen unterwegs, betont die Agentur. In vielen Orten des Landes sei wegen Schäden am Leitungssystem die Heizung ausgefallen. Der Wetterbericht sagt ab Dienstag einen Rückgang der Kältewelle voraus.

dpa/dapd

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