Einreiseverbot für Nackt-Aktivistinnen

Kiew - Das russische Innenministerium hat einem Bericht des Onlinemagazins Glawred zufolge vier Frauen der ukrainischen Protestgruppe Femen zu unerwünschten Personen erklärt.

Russland will offenbar Einreiseverbot für Femen-Aktivistinnen

Der russische Innenminister Raschid Nurgalijew habe einen entsprechenden Auftrag für ein Einreiseverbot der Femen-Frauen gegeben, schreibt die Gruppe in ihrem Blog Femen Livejournal.com. Der Vorwurf: Die drei Frauen seien “als Journalisten getarnt in das Wahllokal gelangt und haben mit einem Striptease die öffentliche Ordnung gestört und den russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin beleidigt“.

Am vergangenen Sonntag hatte Femen ein Moskauer Wahllokal gestürmt, um gegen Wahlbetrug zu demonstrieren. Auf ihren Oberkörpern hatten sie “Ich stehle für Putin“ und “Kreml-Ratten“ geschrieben, außerdem riefen sie: “Putin ist ein Dieb.“

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Eine vierte Aktivistin war Mitte Februar verhaftet worden. Während einer Protestaktion vor der Konzernzentrale von Gazprom, konnte sie mit einer ukrainischen Fahne auf das Firmengelände gelangen.

In den nächsten Tagen werden die Frauen aus der Moskauer Haftanstalt Nummer Eins entlassen und sollen danach fünf Jahre keine Einreiseerlaubnis mehr für Russland erhalten.

Auch gegen die russischen Aktivistinnen der Punk-Gruppe Pussy-Riots gehen die Behörden hart vor. Am Mittwoch hatte ein Moskauer Gericht U-Haft für zwei Frauen im Alter von 22 und 23 Jahren angeordnet, ihnen droht eine achtjährige Gefängnisstrafe. Ende Februar hatten sie vor dem Altar der Orthodoxen Erlöser-Kathedrale ein Flash-Mob-Gig veranstaltet.

dapd

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