Nach 20 Jahren

Einbrecher stellt sich wegen kranker Tochter

Bregenz - Rund zwei Jahrzehnte nach einer Einbruchsserie ist der Täter nach Österreich zurückgekehrt und hat sich gestellt, um dadurch seinem Kind zu helfen.

In den Jahren 1993 und 1994 hatte der in Dornbirn geborene Mann gemeinsam mit Komplizen rund 40 Einbrüche begangen. Es entstand ein Schaden von rund 48.000 Euro. Damals war er geständig und wurde freigelassen. Noch vor Beginn seines Prozesses flüchtete der vorbestrafte Mann jedoch 1995 in die Türkei.

Erst 2012 kehrte er nach Österreich zurück. Grund dafür war laut der Verteidigung des 38-Jährigen seine schwer behinderte und lebensbedrohlich erkrankte Tochter, die eine Operation benötigte. Damit sie in Wien behandelt und er bei ihr sein konnte, habe der Vater sich gestellt. Im Prozess entschuldigte er sich laut der Medienberichte unter Tränen bei den Einbruchsopfern.

Auch weil die Taten so lange zurücklagen, verhängte das Landesgericht Feldkirch nur die Mindeststrafe und sprach eine einjährige Bewährungsstrafe wegen gewerbsmäßig schweren Einbruchsdiebstahls aus, berichteten Vorarlberger Medien.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

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