Ehebrecher in Somalia zu Tode gesteinigt

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In Somalia wurde ein Ehebrecher zu Tode gesteinigt.

Nairobi/Mogadischu - Ein 33 Jahre alter Mann ist am Freitag in der somalischen Hafenstadt Merka südlich von Mogadischu wegen Ehebruchs zu Tode gesteinigt worden.

Der britische Sender BBC berichtete, die radikalislamische Al-Shabaab-Miliz habe auch den Tod der schwangeren Freundin des Mannes beschlossen. Die Vollstreckung der Strafe werde jedoch bis zur Geburt des Kindes ausgesetzt, das dann von Verwandten der Frau aufgezogen werden soll. Sheik Sharif Ahmed, der Präsident der somalischen Übergangsregierung, kritisierte die Steinigung. “Das Vorgehen (von Al Shabaab) hat nichts mit dem Islam zu tun“, sagte er. Sheik Sharif, selbst ein gemäßigter Islamist, warf den Radikalen vor, das Bild des Islam zu verzerren.

“Sie zwingen Frauen, schwere Kleidung zu tragen und sagen, sie sollen ihre Körper anständig verhüllen“, sagte er. “Aber wir wissen, dass sie wirtschaftliche Gründe haben - sie verkaufen diese Kleider.“ Al Shabaab wird von den USA als terroristische Organisation mit Verbindungen zu El Kaida eingestuft. Die Gruppe kontrolliert inzwischen große Teile Somalias. Innerhalb des vergangenen Jahres haben Gerichte unter der Kontrolle von Al Shabaab bereits mehrere Steinigungen angeordnet. Besonderes Aufsehen erregte die Steinigung eines 13-jährigen Mädchens als angebliche Ehebrecherin in der Hafenstadt Kismayo im Süden des Landes. Nach Angaben einer Tante war das Mädchen geistig leicht behindert und von drei Männern vergewaltigt worden.

dpa

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