Held oder Irrer? ECHTER Superheld jagt Verbrecher

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Das ist der Superheld Phoenix Jones. Er geht jede Nacht in Seattle (US-Staat Washington) auf Verbrecherjagd. 

Seattle - Superhelden gibt's nur im Comic? Falsch! In den USA geht ein Muskelprotz im Kostüm auf Verbrecherjagd. Er hat schon einen Autodieb verjagt und wurde im Einsatz verletzt. Auf Facebook hat er jede Menge Fans.

Unter diesem Link finden Sie einen US-Tv-Bericht über den Superhelden.

Er sieht aus, als ob er aus einem Hollywood-Film entsprungen ist: Bodybuilder-Figur, knallenger schwarz-gelber Latexanzug und Gesichtsmaske. In diesem Aufzug geht ein selbsternannter Superheld jeden Abend in der US-Millionenstadt Seattle auf Verbrecherjagd. Der Verbrechensbekämpfer nennt sich selbst Phoenix Jones. Seine Identität kennt keiner. Aber für viele Amis ist er ein Held. TV-Sender berichten über ihn. Auf der Internet-Plattform Facebook hat Phoenix Jones bereits mehrere Fanseiten.

Wenn es Nacht wird, zieht er sich im Hinterraum eines Comic-Ladens um. Bewaffnet mit einem Elektroschock-Schlagstock und Tränengas jagt er das Böse.

Ob der Mann Superkräfte hat? Nein. Aber die hat Batman ja auch nicht. Und im Hollwood-Reißer "Kickass" (2010) haben schon ein paar normale Teenager vorgemacht, wie man zum Superhelden wird: Ein Kostüm anziehen und Gangster verkloppen. Verboten ist das laut US-Gesetzen auch nicht.

Autoklau verhindert

Eine Facebook-Fanseite von Phoenix Jones.

Phoenix Jones hat bereits einen Autoklau verhindert. Vor kurzem bemerkte ein junger Mann, wie ein Gauner sein Auto mit einer Eisenstange knacken wollte. Der Besitzer des Wagens rief aus sicherer Distanz per Handy sofort die Polizei. Doch die kam so schnell nicht. Plötzlich stürmte aus dem Dunkel der Nacht der bullige Superheld auf den Ganoven los. Der erschrak mächtig und rannte davon. Der Autobesitzer bedankte sich später vor laufenden TV-Kameras per Handschlag bei Phoenix Jones.

Doch der Job eines Superhelden birgt auch Gefahren: Als er am Samstag einen Streit schlichten wollte, wurde Phoenix Jones die Nase gebrochen. Wie der selbst ernannte Superheld einem US-Sender erzählte, habe er eine Rangelei zwischen zwei Männern bemerkt. Da packte er einen der beiden Raufbolde und nahm ihn in den Schitzkasten. Er wollte ihn so lange festhalten, bis die Polizei eintraf. Da zog der andere Streithahn eine Pistole und bedrohte Jones. Der Superheld musste den Mann aus dem Schwitzkasten lassen und sich hinlegen. Während der eine Streitsüchtige weiter mit der Pistole auf ihn zielte, trat ihm der andere Mann ins Gesicht.

Trotz dieses Vorfalls will Phoenix Jones weiter auf Verbrecherjagd gehen. "Wenn ich in eine Gegend komme, dann verschwinden die Verbrecher, weil sie mein Kostüm sehen", erklärt er der New York Post.

Die Polizei warnt allerdings davor, eigenmächtig auf Verbrecherjagd zu gehen. Wer sich in potentiell gefährliche Situationen begebe, könne schnell als Opfer enden. Gegenüber der New York Post sagt Polizist Mark Jamieson aus Seattle: "Wenn sie etwas sehen, dann rufen Sie die Polizei!"

Übrigens: In Seattle sind bereits mehrere Bürger dem Vorbild von Phoenix Jones gefolgt. Sie ziehen sich Superhelden-Kostüme an und gehen auf Verbrecherjagd. Ihre Gruppe nennen sie "Rain City Superheroes". Aber dass es lebensgefährlich sein kann, Verbrecher zu jagen, das sollte ihnen spätestens bewusst sein, seit Alex Jones jetzt verletzt wurde.

fro

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