Dutzende Tote bei Anschlägen in Bagdad

Bagdad - Bei einer Serie von Anschlägen und Aktionen der Sicherheitskräfte sind am Mittwoch in Bagdad mindestens 31 Menschen ums Leben gekommen. Es soll sich um Racheakte handeln.

Zwei Selbstmordattentäter und drei Autobomben töteten nach Angaben des Innenministeriums mindestens 21 Menschen. Etwa 60 weitere seien verletzt worden, hieß es. Die Bomben detonierten etwa zeitgleich in verschiedenen Stadtvierteln. Die Anschlagsziele waren eine Straßensperre vor dem Innenministerium, drei Polizeiwachen und ein Polizeikonvoi.

Ein Sprecher des Innenministeriums sagte im staatlichen Fernsehen, die Sicherheitskräfte hätten anschließend an den verschiedenen Tatorten insgesamt sechs mutmaßliche Terroristen erschossen. Die Anschläge seien vermutlich Racheakte für die Verhaftung mehrerer Führungskader des irakischen Al-Kaida-Ablegers in den vergangenen Tagen. Zunächst bekannte sich aber niemand zu den Bluttaten.

Schlimmste Anschlagsserie seit August

Es handelte sich um die schlimmste Anschlagsserie in der irakischen Hauptstadt seit August, als sich ein Selbstmordattentäter in einer Moschee im Westen von Bagdad in die Luft gesprengt und 28 Menschen getötet hatte. Seit den bürgerkriegsähnlichen Zuständen in den Jahren 2006 und 2007 ist die Gewalt im Irak deutlich zurückgegangen. Doch gelingt es - zumeist sunnitischen - Extremisten auch heute immer wieder, bei spektakulären Bombenanschlägen viele Menschen zu töten.

dpa

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