Drei Leichen im Schwimmbad - Polizei steht vor einem Rätsel

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Leichenwagen vor dem Schwimmbad in Bergheim bei Köln. Hier wurden drei tote Menschen gefunden. Foto: Oliver Berg

Drei Körper treiben leblos im Schwimmbad einer Wohnanlage. Wer die Toten sind, woran sie starben - die Polizei steht vor schwierigen Ermittlungen.

Bergheim (dpa) - Der Fund von drei Leichen in einem Schwimmbad in Bergheim bei Köln stellt die Polizei vor ein Rätsel. Bislang sind weder die Identitäten noch die Todesursache ermittelt. Ein Anwohner hatte die drei leblos im Wasser des zu einer Wohnanlage gehörenden Schwimmbads treibenden Körper entdeckt.

Die Polizei ging zunächst von einem Unfall aus - etwa den Folgen eines Stromschlages. Experten begutachteten die stromführenden Leitungen in der Schwimmhalle, das Ergebnis lag am Abend noch nicht vor. Polizeisprecher Bernd Mauel sagte, es gebe Anzeichen dafür, dass die drei ertrunken seien, doch keinen Hinweis auf einen Grund dafür.

Nur die Bewohner des Wohnparks haben nach Angaben der Polizei Zutritt zu dem Bad. Es sei auch ein Anwohner gewesen, der die Leichen gegen 13 Uhr entdeckt habe. Nach ersten Erkenntnissen werde das Bad täglich von 80 bis 100 Menschen benutzt - als die drei Toten gefunden wurden, sei jedoch niemand sonst in der Halle gewesen.

Die Feststellung der Identitäten sei auch schwierig, weil es bei vielen der vorwiegend ausländischen Bewohnern der Anlage keine ausreichenden Dokumente gebe. So sei vor allem das Geburtsdatum häufig unbekannt - weshalb die Polizei sich auch nicht auf das Alter der Toten festlegen wollte. Zunächst hatten die Ermittler von zwei toten Kindern und einem toten Jugendlichen gesprochen.

Vor dem Schwimmbad sammelte sich nach Bekanntwerden des tragischen Vorfalls eine Menschenmenge. Die Polizei berichtete am Nachmittag von mehreren Hundert Personen. Auch Notfallseelsorger und eine Dolmetscherin waren im Einsatz. Die Stimmung war aufgewühlt.

"Wir haben Unterstützungskräfte seitens der Hundertschaften angefordert. Das sind Kollegen, die jetzt hier ein bisschen für Raum und Ruhe sorgen", sagte Polizeisprecher Mauel. Es sei unter anderem darum gegangen, die Polizeiabsperrung aufrecht zu erhalten. "Hier gibt es sehr emotionale Bilder", verschiedene Kulturen prallten aufeinander.

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