Drei Jahre Haft für E-Mails über Unruhen in Tibet

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Mänche und Pilger in der tibetischen Hauptstadt Lhasa: Ein tibetischer Touristenführer wurde jetzt in China verurteilt, weil er 2008 E-Mails über die Unruhen in Tibet verschickt hatte.

Peking - Ein tibetischer Touristenführer ist in China zu drei Jahren Haft verurteilt worden, weil er im vergangenen Jahr E- Mails über die Unruhen in Tibet verschickt haben soll.

Das Gericht habe ihm vorgeworfen, er habe sich für die Unabhängigkeit Tibets von China stark gemacht, teilten die US-Menschenrechtsorganisation Dui Hua Stiftung am Dienstag mit. Der 32 Jahre alte Tibeter Gongpo Tserang habe das Internet genutzt um Gerüchte zu verbreiten und die wahre Situation zu verdrehen, zitierten die Menschenrechtler aus dem chinesischen Gerichtsurteil.

Den Dokumenten zufolge sollen die Nachrichten an sechs Menschen im Ausland gegangen sein. Laut der Dui Hua Stiftung ist dies die erste Verurteilung eines Tibeters wegen Gefährdung der staatlichen Sicherheit in der Provinz Yunnan. Sein Fall zeige, wie stark die chinesische Polizei die Kommunikation zwischen Tibetern und Ausländern während der Unruhen im vergangenen Jahr überwacht habe.

Während der Unruhen in Lhasa im vergangenen Frühling wurden nach Angaben des tibetischen Regierungschefs Qiangba Puncog fast 1000 Tibeter festgenommen, 76 von ihnen wurden zu teils lebenslangen Haftstrafen verurteilt.

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