"Die Lage ist verheerend": Tote bei Unwettern in Südamerika

Schwere Regenfälle haben im Norden Chiles für massive Überflutungen gesorgt. Foto: Felipe Trueba
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Schwere Regenfälle haben im Norden Chiles für massive Überflutungen gesorgt. Foto: Felipe Trueba
Busunfall bei Lima: In den vergangenen Tagen kamen Dutzende Menschen ums Leben. Foto: Carlos Lezama
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Busunfall bei Lima: In den vergangenen Tagen kamen Dutzende Menschen ums Leben. Foto: Carlos Lezama
Im Norden von Chile transportieren Betroffene Essen und sauberes Trinkwasser. Foto: Felipe Trueba
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Im Norden von Chile transportieren Betroffene Essen und sauberes Trinkwasser. Foto: Felipe Trueba
Ein Ehepaar in Chile in ihrem Haus voller Schlamm: Tausende Häuser wurden beschädigt. Foto: Felipe Trueba
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Ein Ehepaar in Chile in ihrem Haus voller Schlamm: Tausende Häuser wurden beschädigt. Foto: Felipe Trueba
In Perus Hauptstadt Lima haben die Aufräumarbeiten begonnen. Foto: Carlos Lezama
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In Perus Hauptstadt Lima haben die Aufräumarbeiten begonnen. Foto: Carlos Lezama
Im chilenischen Diego de Almagro betrachtet ein Mann das Ausmaß der Verwüstung. Foto: Felipe Trueba
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Im chilenischen Diego de Almagro betrachtet ein Mann das Ausmaß der Verwüstung. Foto: Felipe Trueba

Überflutungen in der Wüste: Heftige Niederschläge zerstörten diese Woche den eigentlich trockenen Norden Chiles. Die Lage ist dramatisch. Auch in Ecuador und Peru wütete die Natur.

Santiago de Chile/Quito/Lima (dpa) - Bei schweren Unwettern in Südamerika sind in den vergangenen Tagen Dutzende Menschen ums Leben gekommen. Heftige Regenfälle und Überschwemmungen zerstörten Ortschaften in Chile, Ecuador und Peru.

In der eigentlich extrem trockenen Wüstenregion Atacama im Norden Chiles starben mindestens 12 Menschen, 20 galten am Samstagabend (Ortszeit) noch als vermisst. Tausende Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden.

In Ecuador starben in den vergangenen Tagen mindestens 25 Menschen. In Peru verwüstete ein Erdrutsch eine Ortschaft im Osten der Hauptstadt Lima. Im trockenen Norden Chiles berichteten die Behörden von den schlimmsten Regenfällen seit 80 Jahren. Betroffen waren die Regionen Antogasta, Atacama und Coquimbo, wo heftige Niederschläge zu Sturzfluten und Erdrutschen führten. Mehrere Ortschaften waren von der Außenwelt abgeschnitten.

Laut dem Katastrophenamt Onemi mussten mindestens 5 500 Menschen in Sicherheit gebracht werden, Tausende Häuser wurden beschädigt. Mancherorts seien die Niederschläge inzwischen aber zurückgegangen. Insbesondere für die Landwirtschaft dürften die Schäden in Millionenhöhe gehen, berichteten mehrere ecuadorianische Medien.

Staatschefin Michel Bachelet rief in dem Gebiet den Notstand aus und entsandte das Militär, um bei den Rettungsarbeiten zu helfen und Plünderungen vorzubeugen. "Die Lage ist verheerend, wir müssen schnell zu den isolierten Ortschaften gelangen", sagte Bachelet laut der Zeitung "La Tercera" nach einem Besuch in dem Katastrophengebiet.

Papst Franziskus sprach den Opfern sein Beileid aus. Das Oberhaupt der katholischen Kirche bete für die Verstorbenen in Chile und Peru, schrieb Staatssekretär Pietro Parolin am Samstag.

In dem Andenstaat Peru starben nach Behördenangaben in dieser Woche mindestens neun Menschen bei einem Erdrutsch in der Gemeinde Chosica im Osten der Hauptstadt Lima. Die wichtige Landstraße Carretera Central war bis Samstag vier Tage lang teilweise gesperrt.

Auch in Ecuador nördlich von Peru wütete die Natur. In der südlichen Region Loja gab es am Freitag neun Todesopfer nach einem Erdrutsch. Landesweit waren in den vergangenen Tagen bei heftigen Unwettern mindestens 16 weitere Menschen ums Leben gekommen.

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