Nach 111 Tagen

Deutscher Ingenieur in Syrien frei

Berlin - Glückliches Ende nach mehr als drei Monaten Ungewissheit: In Syrien ist nun auch der letzte von drei verschleppten „Grünhelmen“ aus Deutschland frei. Geld wurde angeblich keines bezahlt.

Nach 111 Tagen in syrischer Gefangenschaft ist nun auch der letzte von drei verschleppten Mitarbeitern der privaten deutschen Hilfsorganisation Grünhelme wieder frei. Der 72 Jahre alte Ingenieur konnte nach Angaben von Grünhelme-Gründer Rupert Neudeck ohne Hilfe von Außen flüchten. Das Auswärtige Amt bestätigte die Freilassung, ohne jedoch Details zu nennen. Die drei Männer, die in Syrien Opfern des Bürgerkriegs helfen wollten, waren vor drei Monaten von Islamisten verschleppt worden.

Nach Angaben der Grünhelme-Organisation gelang es dem Ingenieur, am Ort seiner Gefangenschaft in den Bergen eine Aluminiumtür aufzustemmen, während seine Bewacher schliefen. Nach einem längeren Fußmarsch sei er dann mit Hilfe von Rebellen in die Türkei gelangt. „Wir sind überglücklich“, sagte Neudeck dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Der Alptraum habe nun ein Ende. Lösegeld sei nicht gezahlt worden. Dem Mann gehe es, gemessen an den Strapazen, gut.

Der syrischstämmige Ingenieur und zwei deutsche Kollegen waren nach Aussagen Neudecks nachts aus einem Haus im Ort Harem verschleppt worden, wo sie eine Klinik aufbauen wollten. Den beiden Deutschen war bereits Anfang Juli die Flucht gelungen. Dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ zufolge wurden für den Mann 25 Millionen Euro Lösegeld gefordert.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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