Bei 233 Millionen Besuchern

Deutsche Volksfeste sollen Weltkulturerbe werden

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Das Riesenrad dreht sich auf der Theresienwiese beim 181. Oktoberfest. Dieses soll, wie mehrere tausend weitere Volksfeste in Deutschland, Weltkulturerbe werden.

Berlin - Die deutschen Volksfeste sollen zum Unesco-Weltkulturerbe werden. Der Schaustellerbund bewirbt sich um die Aufnahme in die Liste des so genannten immateriellen Weltkulturerbes.

Das berichtet der "Spiegel" am Sonntag vorab. Unterstützt werden die Schausteller demnach von Bundestagsabgeordneten aller Parteien, von Arbeitsministerin Andrea Nahles und von Familienministerin Manuela Schwesig (beide SPD): Die Politiker preisen in mehr als 40 Videos ihre Erinnerungen an gebrannte Mandeln und an verlässliche Freunde, die einen nachts nach dem Schützenfest auf den richtigen Weg bringen.

Deutschland ist laut Schaustellerbund das Volksfestland Nummer eins in der Welt. Hier gibt es jährlich 9900 Volksfeste und mehr als 1400 Weihnachtsmärkte - das größte ist das Oktoberfest. Gezählt werden 233 Millionen Besucher, der Umsatz liegt bei 3,7 Milliarden Euro.

Um den Eintrag als Weltkulturerbe bewerben sich auch die Bäcker und Brauer. Deutschland war erst im vergangenen Jahr der Konvention über das immaterielle Kulturerbe bei. Wegen des langwierigen Aufnahmeverfahrens sind bisher keine deutschen Einträge in der internationalen Liste zu finden. Sie soll unter anderem einzigartige Rituale und Kunstfertigkeiten, besondere Essenstraditionen oder auch Tänze und Gesänge schützen.

Spitzenreiter ist China mit 38 Einträgen auf der Liste; darunter sind die Peking-Oper und die Kalligraphie. Zum immateriellen Kulturerbe zählen etwa der argentinische Tango, die französische Esskultur, die sogenannte Mittelmeerdiät, türkischer Kaffee und der portugiesische Fado-Gesang.

AFP

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