Reparationszahlung an Griechenland

Deutsche Urlauber zahlen 875 Euro für Naziverbrechen

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Das griechische Örtchen Nafplio.

Athen - Im Streit um griechische Reparationsforderungen für Naziverbrechen im Zweiten Weltkrieg hat ein deutsches Urlauberpaar selbst die Initiative ergriffen.

Die beiden marschierten zur Stadtverwaltung der Stadt Nafplio im Osten der Peloppones und überreichten Bürgermeister Dimitris Kotsouros einen Scheck über 875 Euro. "Sie sagten, sie wollten das Verhalten ihrer Regierung wiedergutmachen", sagte Kotsouros der Nachrichtenagentur AFP. "Sie haben nachgerechnet und sagten, jeder Deutsche schulde uns 875 Euro für das, was Griechenland während des Zweiten Weltkriegs zahlen musste."

Die Touristen hätten seine Stadt für ihre Reparationszahlung ausgesucht, weil sie im 19. Jahrhundert griechische Hauptstadt war, sagte der Bürgermeister. Griechische Medien berichteten, bei dem Paar handele es sich um einen Rentner und eine in Teilzeit arbeitende Frau. Die beiden hätten nicht genug Geld gehabt, um den von ihnen errechneten Reparationsbeitrag für zwei Personen zu zahlen.

Die neue griechische Regierung hatte in den vergangenen Tagen erneut die seit langem bestehende Forderung nach deutschen Reparationen für deutsche Kriegsverbrechen im Zweiten Weltkrieg sowie für eine Zwangsanleihe aufgebracht. Dabei hatte der griechische Justizminister Nikos Paraskevopoulos mit der Pfändung deutschen Eigentums in Griechenland gedroht. Die Bundesregierung lehnt Reparationszahlungen ab, sie betrachtet die Angelegenheit als rechtlich abschließend geregelt.

AFP

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