Deutsche im Mittelpunkt einer Al-Kaida-Verschwörung 

Islamabad/Brüssel - Im Mittelpunkt einer von der Terrorgruppe Al-Kaida geplanten Anschlagsserie in mehreren europäischen Städten stehen acht Deutsche und zwei Briten.

Das berichtete am Donnerstag ein pakistanischer Geheimdienstmitarbeiter. Die Pläne seien aber alle noch in einem Anfangsstadium. Die Verdächtigen hätten sich mit Bekannten in Europa in Verbindung gesetzt, um die Logistik zu planen, hieß es. Einer der Briten sei kürzlich bei einem vom US-Geheimdienst CIA ausgeführten Raketenangriff getötet worden.

Die genannten Einzelheiten zeigten einmal mehr, welche Bedeutung Pakistan als Rückzugsgebiet für die militanten Islamisten hat. Pakistan, Großbritannien und Deutschland folgten den Spuren der Verdächtigen und überwachten ihre Telefone, sagte der Mitarbeiter des pakistanischen Geheimdienstes der Nachrichtenagentur AP.

Die beiden Briten pakistanischer Abstammung würden seit fast einem Jahr überwacht, die Deutschen seit mehr als sechs Monaten. Sie hielten sich vermutlich in Nord-Waziristan auf, einem pakistanischen Stammesgebiet, das in jüngster Zeit wiederholt Ziel von den Raketenangriffen der US-Streitkräfte war. “Sie haben viel nach Deutschland und London angerufen“, sagte der Geheimagent. Am Mittwoch war bekannt geworden, das westliche Geheimdienste offenbar eine Reihe von Anschlägen auf Großstädte in Europa verhindert haben.

Beginnen sollten die Angriffe demnach in Großbritannien, weitere Anschläge waren dann in Frankreich und Deutschland geplant. In Großbritannien wurde die Polizeipräsenz rund um den Buckingham Palast, Trafalgar Square und Big Ben erhöht. In Brüssel erklärte am Donnerstag Europol-Direktor Robert Wainwright, der Rückgang bei der Zahl der Terroranschläge in Europa habe verdeckt, dass die Gefahr nach wie vor real sei. Die Gruppen, die die Anschläge planten, seien noch immer aktiv, sagte Wainwright der AP.

dapd

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