Deutsche Flughäfen auch am Wochenende dicht

Brüssel - Die Aschewolke aus Island wird sich in den kommenden Stunden und Tagen über Europa weiter ausbreiten. Deutsche Flughäfen bleiben nach Expertenschätzung auch am Samstag geschlossen.

Hier finden Passagiere Hilfe:

Die deutschen Flughäfen in Deutschland im Überblick

Hotline für Reisende ab Berlin Tegel oder Schönefeld: 0180/ 500 01 86

Hotline von Air Berlin: 00800/ 57378000

Hotline von Lufthansa: 0800/ 8506070

Hotline von Thomas Cook: 06171- 65 65 190

Hotline von TUI: 0511- 5678000

Hotline von DERTOUR, Meier's Weltreisen und ADAC Reisen: 069- 95882770

Die Lage an den Flughäfen in Europa wird sich nach Vorhersagen der Flugsicherheitsbehörde Eurocontrol auch am Samstag nicht entspannen. Die Aschewolke werde sich über Europa ausbreiten und deutlich größere Teile überdecken als am Freitag, teilten die Luftsicherheitsexperten in Brüssel mit. “Eine Entspannung ist nicht in Sicht“, sagte der Chef der Luftraumüberwachung bei Eurocontrol, Brian Flynn.

Die Lufthansa streicht alle Flüge bis Samstagmittag, 12.00 Uhr, wie LH-Sprecher Jan Bärwalde dem DAPD sagte. Lediglich der Flughafen München werde noch bis Freitagabend, 20.00 Uhr, angeflogen. Der zweitgrößte deutsche Flughafen war am Nachmittag der einzige internationale Airport in Deutschland, der nicht wegen der Aschewolke aus dem isländischen Vulkan gesperrt war.

Nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wird der gesamte deutsche Luftraum mindestens bis Samstagabend gesperrt bleiben. Die Bahn, Bus- und Mietwagenunternehmen bereiteten sich am Freitag bereits so gut es geht auf einen unverminderten Ansturm von Reisenden vor.

Es handelt sich um den größten Eingriff in den internationalen Flugverkehr seit den Terrorangriffen in New York am 11. September 2001.

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Im ungünstigsten Fall werde es wegen der Vulkanasche aus Island auch am Sonntag keine Flüge geben, sagte am Freitag Berthold Lescher von der Luftfahrtsberatungszentrale des DWD in Frankfurt. Die Entscheidung treffe letztlich aber das Bundesverkehrsministerium. Der Ausbruch des isländischen Gletscher-Vulkans hat auch Folgen für den Sport. Weil in weiten Teilen Deutschlands und Europas wegen der Aschewolke der Luftraum gesperrt wurde, lösten sich die Reisepläne vieler Sportler, Schiedsrichter und Fans in Rauch auf.

Die Wolke werde unächst weiter nach Süden ziehen und schon am Samstagmorgen eine gedachte Linie von Südfrankreich, Norditalien und dem nördlichen Balkan erreichen, hieß es bei Eurocontrol. Zudem sei anhand von Daten aus Island abzusehen, dass der Vulkan in absehbarer Zeit weiter Asche ausspucke. “Die isländischen Behörden erwarten keine Veränderungen für die nächsten 24 Stunden“, sagte der Chef der Navigationsabteilung bei Eurocontrol, Joe Sultana.

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Wie viele Flüge deshalb ausfallen werden, konnte Eurocontrol noch nicht abschätzen. “Von den für Freitag erwarteten 29.000 Flügen werden wir höchstens auf 13.000 kommen“, sagte Brian. Damit werde der Ausfall deutlich mehr als 50 Prozent betragen. Für Montag ist eine Telefonkonferenz der nationalen Flugsicherheitsbehörden, der EU-Kommission und Experten geplant, um das weitere Vorgehen zu beraten.

Luftpost von Asche gestoppt

Am Freitag blieben zahlreiche Pakete und Briefe liegen. In die und aus den für den Flugverkehr gesperrten Gebiete konnte keine Luftpost transportiert werden, wie die Deutsche Post am Freitag mitteilte. “Wir haben versucht, das, was möglich war, über die Straße und per Schiff zu transportieren“, sagte der Sprecher der Post-Frachtsparte DHL, Jörg Wiedemann, dem DAPD. Eine Größenordnung konnte Wiedemann zunächst nicht nennen. Alles, was außerhalb der für den Luftverkehr gesperrten Zonen liege, habe beliefert werden können, also etwa die USA oder Asien, sagte Wiedemann.

dpa/DAPD

Rubriklistenbild: © dpa

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