So will Costa aus der Krise

Genua - Nach den beiden Havarien ihrer Schiffe will die italienische Kreuzfahrtreederei Costa Crociere mit neuen Sicherheitsregeln und einer Werbekampagne aus der Krise.

„Eine größere Überprüfung all unserer Sicherheitsprozeduren ist im Gange“, sagte der Chef der Genueser Reederei, Pier Luigi Foschi, im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. „Wir müssen das, was wir aus den Geschehnissen um die "Costa Concordia" lernen, auf alle unsere derzeitigen Prozeduren und Programme übertragen“, erläuterte er. Überprüft würden auch die Verfahren bei der Auswahl von Kapitänen.

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Vor knapp zwei Monaten war die „Costa Concordia“ mit mehr als 4200 Menschen an Bord vor der toskanischen Insel Giglio gekentert. 25 Tote wurden geborgen, sieben Menschen gelten noch als vermisst. Ins Visier der Ermittler ist vor allem Kapitän Francesco Schettino geraten. Er soll das Schiff zu nahe an die Insel herangefahren und es dann während der nächtlichen Evakuierung verlassen haben. Die zweite Havarie betraf Ende Februar die „Costa Allegra“, die nach einem Brand im Maschinenraum mit mehr als 600 Passagieren an Bord zur Seychellen-Insel Mahé geschleppt wurde.

Dem Reederei-Chef schwebt wegen der Vorgänge auf der „Costa Concordia“ ein besseres Teammanagement auf den Kommandobrücken vor. „Was ich vorschlagen will, ist eine kollektivere Form der Leitung“, erklärte er. Der Kapitän bleibe der Kapitän, doch es könnte den anderen Offizieren erlaubt sein, „einzugreifen, wann immer etwas schief geht.“ Foschi ist zuversichtlich, den Ruf der Marke Costa wieder verbessern zu können. Die beiden Unfälle kurz hintereinander hätten diesen Reisesektor zwar offenkundig getroffen, sagte Foschi. Doch er glaube, „dass die Dinge sich mittelfristig wieder einpendeln.“

dpa

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