Länder nähern sich Inzidenz von 300

Österreich: Erste Kliniken „voll ausgelastet“ - Gesundheitsminister sieht „Triage-Gefahr“

In Österreich spitzt sich die Corona-Lage weiter zu. In einigen Bundesländern beträgt die 7-Tage-Inzidenz fast 300. Mancherorts mussten Patienten verlegt werden.

  • In Österreich spitzt sich die Lage in den Krankenhäusern zu.
  • In manchen Bundesländern sei die Lage „sehr ernst“.
  • Mehrere Länder, unter anderem Österreich, fordern indes schnellere Regelungen bei Grenzkontrollen und Quarantäne-Regelungen.
  • Dieser News-Ticker zur Coronakrise in Österreich wird regelmäßig aktualisiert.

Update vom 20. März, 12.12 Uhr: Ostern und der Sommer rücken näher und damit die Frage nach der Reisefreiheit und möglichen Urlauben. Während sich die Lage in Österreich indes zuspitzt und Krankenhäuser zunehmend überlastet sind, plädiert Österreich für Schritte bei den Grenzöffnungen. Bereits am Freitag hatten Kanzler Kurz und CDU-Vorsitzender Armin Laschet europäische Lösungen beim Abbau von Grenzkontrollen und Quarantäne-Regelungen gefordert (Erstmeldung).

Nun fordert Österreich ein höheres Tempo beim Grünen Pass für Reisefreiheit der EU. Der Pass soll Quarantäne-, Testpflicht und ungehinderte Rückreisen regeln. Er werde Reisefreiheit und Normalität im Alltag zurückbringen, betonte die Tourismusministerin Elisabeth Köstinger am Samstag in Wien. An den Beratungen teilnehmen sollen unter anderem Deutschland, Frankreich, Italien, Griechenland und Spanien. Ursprünglich war der Ausweis für den 1. Juni geplant. Doch „jede Abstimmung, die vorher stattfindet, wird dem Projekt helfen“, sagte Köstinger.

„Es ist wichtig, dass die Tourismusländer hier an einem Strang ziehen.“ Für Lockerungen in Österreich selbst sieht Gesundheitsminister Rudolf Anschober aktuell keine Chance. Die Lage sei zu ernst. Österreich hat derzeit eine 7-Tage-Inzidenz von 219,2 (Stand: 18.3)

Coronavirus in Österreich: Politiker über Abbau der Grenzkontrollen und Quarantäne-Regelungen - doch die Krankenhäuser sind voll

Erstmeldung vom 19. März: Wien - Am Freitag forderten NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz nach einem Gespräch europäische Lösungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Die beiden Politiker blickten da bereits in die Zukunft. Grenzkontrollen und Quarantäne-Regelungen etwa müssten abgebaut werden, damit Menschen so bald wie möglich wieder ihre Reisefreiheit zurückerhalten.

Coronavirus in Österreich: Patienten müssen aus vollen Krankenhäusern verlegt werden

Kurz sieht die Coronakrise sogar „auf den letzten Metern“ und freut sich auf einen Sommer, in dem „wir endlich wieder normal leben können“. Doch bis es so weit ist, ist es noch ein steiniger Weg. Denn die Gegenwart sieht in Österreich düster aus. In der Alpenrepublik stehen alle Corona-Ampeln* außer in Vorarlberg auf Rot, in einigen Bundesländern nähert sich die 7-Tage-Inzidenz der Marke von 300, und mit 3.515 Neuinfektionen wurde ein Rekordwert im Jahr 2021 vermeldet.

Jetzt kommen die ersten Krankenhäuser an ihre Grenzen. Gesundheitsminister Rudolf Anschober sagte, mehrere Wiener Kliniken seien „voll ausgelastet“. „Sehr ernst“ sei die Lage zudem im Burgenland und in Niederösterreich. Der Politiker warnte vor einer „Triage-Gefahr“. Erste Patienten wurden aus Wien und Niederösterreich bereits nach Westösterreich verlegt. Wiener Neustadt etwa kämpft sich mühsam von einer Inzidenz von 563 herunter. Momentan steht die Stadt bei etwa 500.

Österreich: Corona-Patienten auf Intensivstationen werden jünger

Die Aufnahmen auf Intensivstationen nehmen weiter zu. In den vergangenen sieben Tagen betrug der Anstieg 14 Prozent, warnte Intensivmediziner Thomas Staudinger vom AKH Wien auf oe24.at. Zudem würden wegen der vorherrschenden Corona-Mutation B.1.1.7* immer mehr 40- und 50-Jährige intensivpflichtig werden, sagte der Mediziner.

Staudinger forderte ein Gegensteuern der Politik. „Das, was man jetzt macht, wirkt sich erst in zwei Wochen aus. Es wird in zwei Wochen schlimmer werden. Wenn man es jetzt weiter so laufen lässt, wird es noch wesentlich schlimmer und die Qualität der Gesundheitsversorgung, wie wir sie gewohnt sind, wird nicht aufrechterhalten werden können. Das wird alle Patienten, Covid* und Nicht-Covid betreffen“, sagte er oe24.at. (mt) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/SALK/APA

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