Trotz erster Lockerungen

Kampf gegen Corona: Infektiologe macht finstere Prognose - „Das wird frühestens ...“

Coronavirus Ebola-Medikament Remdesivir
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Hamburg: Eine Ampulle des Medikamentes Remdesivir liegt während einer Pressekonferenz am Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) auf dem Tisch.

Corona-Krise: Im Kampf gegen das Coronavirus werden erste Erfolge erzielt - und Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen treten in Kraft. Doch ein Infektiologe bremst die Euphorie knallhart.

  • In Deutschland und Österreich treten in der Coronavirus-Pandemie* erste Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen in Kraft.
  • Doch die Corona-Krise* ist längst nicht überwunden - das verdeutlicht ein Wiener Infektiologe mit einer düsteren Prognose.
  • Der Mediziner glaubt selbst bei einem Corona-Impfstoff an ein jahrelanges Bemühen zur Eindämmung der heimtückischen Lungenkrankheit Covid-19*.

München/Wien - Fußball-Mäzen Dietmar Hopp tut es mit seiner Tübinger Firma CureVac. Und ist damit nicht alleine. Die Suche nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus* treibt die Pharmaindustrie um.

Corona-Impfstoff: Wiener Infektiologe glaubt nicht an schnellen Durchbruch im Kampf gegen das Virus

Hopp, Mehrheitseigner des deutschen Bundesliga-Klubs 1899 Hoffenheim, hatte einen Durchbruch für Herbst in Aussicht gestellt. Aber: Die Prognosen verschiedener Experten gehen teils weit auseinander. 

Ein Mediziner aus Österreich glaubt, dass selbst dann, wenn der Impfstoff gegen die den Erreger Sars-CoV-2 gefunden ist, es Jahre dauern wird, ehe die Gesellschaft wieder in eine geregelte Normalität zurückkehren kann. Er glaubt auch, dass es mit dem Impfstoff länger dauern wird, als angenommen.

Covid-19 ist erst vorbei, wenn es eine Impfung gibt. Es sollen ja sieben Milliarden Menschen so eine Impfung bekommen. Da sehe ich ein großes Sicherheitsthema, und alles, was gescheit geprüft wird, das dauert“, meinte Infektiologe Christoph Wenisch laut Nachrichtenportal krone.at in der Ö1-Reihe „Im Journal zu Gast“. Wenisch ist Leiter der Infektionsabteilung am Wiener Kaiser-Franz-Josef-Spital.

Kampf gegen das Coronavirus: „Einen normalen Alltag gibt es erst nach Covid-19“

Auch mit Blick auf das Ebola-Medikament Remdesivir*, auf dem viele Hoffnungen in der Covid-19-Behandlung ruhen, warnte er vor voreiliger Euphorie. 

Ergebnisse laufender Studien würden für Mai oder Juni erwartet, so Wenisch, dann werde man sehen, „ob es das verspricht, was wir hoffen“.

Infektiologe Wenisch zeichnete letztlich eine eher düstere Prognose und prophezeite: „Einen normalen Alltag gibt es erst nach Covid-19. Das wird frühestens 2022 oder im 2023er-Jahr sein, wenn die Impfung da ist.“

In Bayern herrscht ab 27. April eine Maskenpflicht - wir erklären die Hintergründe.

Patrick Mayer

*merkur.de und tz.de sind Teil des deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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