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Wunder-Pille gegen Corona? Merck‘s Molnupiravir senkt Sterberisiko drastisch

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Von: Fabian Raddatz

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Ein Schild mit dem Namen des US-Pharmaherstellers Merck. Im Eck das neue Corona-Medikament „Molnupiravir“.
„Molnupiravir“: Das Corona-Medikament von Merck soll vor schweren Verläufen schützen. (Symbolbild) © Paul Weaver/IMAGO; Merck&Co./AP/dpa

Laut der „Financial Times“ will das Pharmaunternehmen Merck innerhalb der kommenden zwei Wochen eine Notfallzulassung für ein Medikament gegen Covid-19 beantragen.

USA – Das US-Pharmaunternehmen Merck will bei der US-Arzneimittelbehörde FDA die Zulassung eines antiviralen Medikaments gegen Covid-19 beantragen. Das berichtet die „Financal Times“. Demnach soll das Medikament mit dem Namen Molnupiravir einer Studie zufolge das Risko einer Krankenhaus-Einlieferung sowie die Chance, an Corona zu sterben, um die Hälfte verringern.

Unternehmen:Merck & Co.
CEO:Robert M. Davis (1. Juli 2021–)
Umsatz:47,99 Milliarden USD (2020)
Hauptsitz:Kenilworth, New Jersey, Vereinigte Staaten

So hätten Daten gezeigt, dass unter den 775 untersuchten Patienten, niemand, der das Medikament einnahm, innerhalb der ersten 29 Studientage gestorben sei. Dagegen seien acht Menschen, die ein Placebo bekamen, an der Krankheit gestorben. Auch gegen die hochansteckende Delta-Variante des Corona-Virus soll Molnupiravir wirksam sein.

Kommt jetzt die Pille gegen Corona? Merck will in mehreren Ländern an Start gehen

Insgesamt habe die Zwischenanalyse der Phase drei der klinischen Studie ergeben, dass nur 7,3 Prozent der Patienten, die das Medikament erhielten, an Covid-19 verstorben oder ins Krankenhaus eingeliefert worden seien. Laut einer Mitteilung des Unternehmens am Freitag, 1. Oktober 2021, seien 14,1 Prozent der Gruppe, die Placebo erhielt, entweder verstorben und mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Wie die „Financial Times“ berichtet, hatte Merck die Studie nach diesem Ergebnis abgebrochen – auf Empfehlung eines unabhängigen Ausschusses und nach Rücksprache mit der FDA. Jetzt will der Konzern eine Notfallzulassung für das Medikament beantragen – und in mehreren Ländern an den Start gehen.

Pille gegen Corona: Die erste Therapie ihrer Art

Sollte das Medikament zugelassen werden, wäre es die erste Corona-Thearapie dieser Art. Die Pille müsste dazu zweimal täglich für fünf Tage eingenommen werden, schreibt Merck. Patienten sollen das Mittel direkt nach ihrer Diagnose bekommen.

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Laut „Financial Times“ rechnet der Pharmariese mit der Herstellung von zehn Millionen Einheiten bis Ende des Jahres. Die US-Regierung hätte kürzlich 1,7 Millionen Medikamenten-Packungen bestellt. Auch habe Merck mit anderen Ländern bereits Vereinbarungen getroffen. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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