Biden kritisiert Gouverneure

Inzidenz in den USA: Ungeimpfte müssen in New York draußen bleiben

Während einige Bundesstaaten Schutz gegen das Virus bestrafen, zieht New York strikte Corona-Maßnahmen: Ungeimpfte müssen draußen bleiben.

Washington - Seit dem 6. Juli ist die Corona-Inzidenz in den USA ununterbrochen angestiegen. Am Mittwoch, 4. August kamen auf 100.000 US-Bürgerinnen und Bürger 191,6 Infektionen in den vergangenen sieben Tagen. Am Vortag lag der Inzidenzwert noch bei 180,7.

US-Präsident Joe Biden hat nun die Corona-Politik mehrerer republikanischer Gouverneure schwer kritisiert – und explizit Staaten genannt, die derzeit in Sachen Pandemie-Bekämpfung als Negativbeispiele fungieren würden: „Nur zwei Staaten, Florida und Texas, sind für ein Drittel aller neuen Covid-19-Fälle im ganzen Land verantwortlich“, so Biden.

Land:USA
Präsident:Joe Biden
Einwohner:328,2 Millionen
Fläche:9.834.000 km²

„Wenn Sie schon nicht helfen, dann gehen Sie wenigstens den Leuten aus dem Weg, die versuchen, das Richtige zu tun“, appellierte der US-Präsident. In mehreren Bundesstaaten mit republikanischer Regierung sei eine Maskenpflicht laut dem US-Präsidenten beispielsweise verboten. In Texas könnten demnach an Universitäten sogar Geldstrafen für das Tragen einer Maske fällig werden. „Nutzen Sie Ihre Macht, um Leben zu retten“, forderte Biden. „Wir brauchen Führungsstärke von allen. Und einige Gouverneure sind nicht bereit, das Richtige zu tun, um diese Pandemie zu bekämpfen.“

Inzidenz in USA steigt erneut: 80.000 Infektionen pro Tag

Die republikanischen Gouverneure Greg Abbott aus Texas und Ron DeSantis aus Florida hätten sich zuletzt besonders laut gegen eine Maskenpflicht in ihren Staaten ausgesprochen und diese gar verboten. Im Juni war die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den USA im Durchschnitt auf rund 10.000 pro Tag gesunken. Seither ist die Zahl aber wegen der besonders ansteckenden Delta-Variante im Schnitt wieder auf gut 80.000 pro Tag angestiegen. Dass viele Unternehmen in den USA eine Impfpflicht eingeführt hätten, stellte Biden lobend hervor.

US-Präsident Joe Biden attackierte am Dienstag gleich mehrere Gouverneure.

Seit Juni war die Impfkampagne in den USA ins Stocken geraten. Doch nach Angaben der US-Regierung wollen sich seit den steigenden Zahlen neuer Corona-Infektionen immer mehr Menschen wieder gegen das Virus Impfen lassen. Am Sonntag, 1. August seien in den USA mindestens 816.000 Impfungen verabreicht worden. Zuvor hatte sich die Zahl auf eine halbe Million Impfungen pro Tag reduziert. Reisende aus den USA dürfen nun auch wieder ohne Quarantäne nach Großbritannien einreisen.

Knapp 50 Prozent aller US-Bürger geimpft

US-Präsident Joe Biden hatte im Frühjahr das Ziel ausgegeben, dass bis zum Nationalfeiertag am 4. Juli 70 Prozent der Erwachsenen mindestens die erste Impfung erhalten haben sollten. Das Ziel wurde trotz reichlicher Vorräte und Impfanreizen verfehlt, es wurden nur 67 Prozent.

Nun, etwa einen Monat später, sollte es bald so weit sein. Der jüngste Anstieg ließ die Quote unter Erwachsenen bis Sonntag auf 69,9 Prozent steigen.

In den USA sind bislang fast 50 Prozent der Gesamtbevölkerung von rund 330 Millionen Menschen vollständig geimpft, rund 58 Prozent haben mindestens die erste Spritze bekommen.

New York: Gesundheitspass „Key to NYC“ eingeführt

Andere Staaten hingegen ergreifen schwere Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio nimmt der Bevölkerung den „Schlüssel“ zu öffentlichen Einrichtungen wie Fitnessstudios und Restaurants weg. Um in New York alle Freiheiten genießen zu dürfen, braucht es nun den „Key to NYC“, also den „Schlüssel für New York“. Der „Key to NYC“ ist ein Gesundheitspass, der Zugang zu Einrichtungen des öffentlichen Raumes ermöglicht.

„Wenn Sie schon nicht helfen, dann gehen Sie wenigstens den Leuten aus dem Weg, die versuchen, das Richtige zu tun.“

US-Präsident Joe Biden

Auch für Mitarbeiter der Stadt und für medizinisches Personal wurden derartige Regeln angekündigt. Zudem stelle man nur noch Personen ein, die geimpft sind, so de Blasio. Nach Angaben der Stadt seien knapp 75 Prozent aller Bürgerinnen und Bürger von New York bereits mindestens einmal geimpft.

New York: Rücktrittsforderungen von Gouverneur gefordert

In New York wurden derweil Rücktrittsforderungen gegen den New Yorker Gouverneur Andrew Cuomo laut. Auch sein Parteifreund Joe Biden und viele weitere Stimmen aus der amerikanischen Politik forderten Cuomo auf, sein Amt niederzulegen. Zuvor gab es den Verdacht, dass Cuomo mehrere Mitarbeiterinnen sexuell belästigt haben soll. Er selbst bat in der Öffentlichkeit darum, die Untersuchungen abzuwarten. Nun ist der Bericht da und das Ergebnis für den Gouverneur ist verheerend.  

Viele Stimmen in der US-Politik fordern den Rücktritt von New Yorker Gouverneur, Andrew Cuomo.

Cuomo habe der Untersuchung nach eine für Frauen „feindliche Arbeitsatmosphäre“ und ein „Klima der Angst“ in seinem Arbeitsumfeld geschaffen. Zum Horror-Alltag der betroffenen Frauen gehörten demnach regelmäßig ungewollte Berührungen, Küsse, Umarmungen und unangebrachten Kommentare. Und dennoch möchte Cuomo nicht zurücktreten: „Die Fakten sind ganz anders als sie hier dargestellt werden“, behauptete der Gouverneur. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © dpa/Susan Walsh

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