China: Milliarden für Kampf gegen die Dürre

Peking - Angesichts der schlimmsten Dürre seit 60 Jahren will China mindestens 6,7 Milliarden Yuan (rund 770 Millionen Euro) in Maßnahmen zur Bekämpfung der Trockenheit investieren.

Das gab die Regierung am Mittwochabend nach einer Krisensitzung bekannt. Die Mittel sind Teil eines Regierungsplans zur Ankurbelung der Getreideproduktion.

Am Donnerstag schneite es zwar in einigen betroffenen Gebieten, doch der minimale Schneefall reichte nicht aus, Sorgen um die Weizenernte zu zerstreuen. Die UN befürchten angesichts der monatelangen Trockenheit weiter kräftig steigende Getreidepreise. Schon im Januar waren diese um mehr als acht Prozent gegenüber den beiden Vormonaten angezogen.

Die Trockenheit macht großen Teilen des chinesischen Nordostens zu schaffen, der als Kornkammer des Landes gilt. Betroffen sind neben Shandong auch die Provinzen Henan, Shanxi, Hebei, Jiangsu und Anhui. In einigen Provinzen gab es seit Oktober keinen nennenswerten Niederschlag. Das Wetterphänomen La Nina, das auch für die Überschwemmungen in Australien verantwortlich sein soll, gilt unter Wissenschaftlern als Auslöser der Trockenheit im Nordosten Chinas.

Mehrere hundert Millionen Chinesen leben von der Landwirtschaft. Außerdem ist eine gute Ernte entscheidend, um Fleisch, Weizen und Gemüse für ärmere Chinesen erschwinglich zu halten, die mehr als ein Drittel ihres Einkommens für Essen ausgeben.

ap

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