China: 2000 Kinder mit Blei vergiftet

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Umweltverschmutzung: Über 2000 Kinder in China sind mit Blei vergiftet.

Peking - Mehr als 2000 Kinder, die in der Nähe von zwei Hüttenwerken leben, haben Bleivergiftungen erlitten. Nach Protesten Eltern wurden Schmelzereien in den Provinzen Shaanxi und Hunan geschlossen.

Gegen vier Verantwortliche wird ermittelt. Die Behörden haben eine Überprüfung weiterer Metallhütten angeordnet. Es wurde am Freitag nicht ausgeschlossen, dass die Zahl der Kinder mit massiv erhöhten Bleiwerten im Blut noch steigt, da die Gesundheitsuntersuchungen ausgeweitet werden.
Allein in Wenping nahe der südchinesischen Stadt Wugang (Hunan) waren bis Donnerstag 1354 Kinder betroffen, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua.

Fast 70 Prozent der getesteten Kinder hatten unzulässig hohe Bleiwerte im Blut. Zwei Mitarbeiter des Werkes, das seit Mai 2008 ohne Erlaubnis der Umweltbehörde in Betrieb war, wurden festgenommen. Der Geschäftsführer ist auf der Flucht. Auch wird gegen zwei Mitarbeiter des Umweltamtes wegen Vernachlässigung ihrer Pflichten ermittelt. Aus Fengxiang nahe Baoji in Nordwestchina wurden 851 Kinder mit Bleivergiftungen gemeldet. Als im Juli in Wenping viele Kinder erkrankten, wurden erstmals mögliche Vergiftungen durch Umweltverschmutzung vermutet. “Als ich meine Söhne zum Arzt brachte, fragte er, ob wir nahe einer Metallhütte leben“, zitierte Xinhua eine Mutter. “Wir hatten die Mangan-Schmelzerei im Verdacht.“ Ein anderer Dorfbewohner sagte: “Wann immer das Werk in Betrieb ist, können wir dichten Rauch und Staub in der Luft sehen.“ Blei greift das Nervensystem an, beeinträchtigt die Blutbildung und löst andere Gesundheitsstörungen aus.

dpa

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