Chile: Beben erschüttert Amtsantritt des neuen Präsidenten

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Bei der Amtseinführung in der Hafenstadt Valparaiso: Die Präsidenten von Bolivien und Paraguay, Evo Morales (li.) und Fernando Lugo schauen nach den Erdstößen besorgt in Richtung Decke

Santiago - Die Amtseinführung des neuen Präsidenten in Chile knapp zwei Wochen nach der Erdbebenkatastrophe ist am Donnerstag von einem heftigen Nachbeben begleitet worden.

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Der Erdstoß, der das südamerikanische Land kurz vor der Vereidigung Sebastián Piñeras erschütterte, war der schwerste seit dem verheerenden Beben Ende Februar. Unmittelbar nach der Eidesleistung des Nachfolgers von Michelle Bachelet im Kongress in der Hauptstadt Santiago wurde das Gebäude vorsichtshalber evakuiert. Das Erdbeben hatte die Stärke 7,2, ein weiterer Erdstoß die Stärke 5,1, wie die US-Erdbebenwarte mitteilte. Sie brachten Gebäude in der Hauptstadt ins Wanken und lösten bei den Gästen für die Amtseinführung Piñeras Nervosität aus. Berichte über Verletzte oder Schäden lagen vorerst nicht vor. Die chilenische Kriegsmarine erließ eine Tsunami-Warnung. Das Tsunami-Warnzentrum der USA für den Pazifik erklärte jedoch, die Nachbeben seien zu schwach gewesen, um eine gefährliche Flutwelle auszulösen.

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Der neue chilenische Präsident Sebastián Piñera.

Der neue Präsident rief dennoch die Bewohner entlang der Küste auf, sich vorsorglich rasch in höher gelegene Gebiete zu begeben. Am 27. Februar hat ein Beben der Stärke 8,8 in Chile hunderte Menschen das Leben gekostet. Es handelte sich um eines der zehn stärksten Beben, die weltweit je gemessen wurden. Die Katastrophe hat die letzten Amtstage der sozialistischen Präsidentin Bachelet beherrscht. Sie verlasse das Amt einerseits betrübt wegen der Leiden der Menschen nach dem Erdbeben, andererseits gehe sie aber erhobenen Hauptes, zufrieden mit dem, was während ihrer Amtszeit geleistet worden sei, sagte Bachelet kurz vor der Vereidigung des neuen Präsidenten. Piñera ist der erste gewählte konservative Staatschef in Chile seit 52 Jahren. Nach seinem Wahlsieg im Januar versprach der Milliardär die Ankurbelung der Wirtschaft mit Hilfe eines Milliardenprogramms, die Schaffung von Millionen neuer Arbeitsplätze innerhalb der nächsten vier Jahre sowie einen verstärkten Kampf gegen Kriminalität. Inzwischen wird es seine Hauptaufgabe sein, das Land nach der Erdbebenkatastrophe wieder aufzubauen.

apn

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