Bundeswehr stoppt Piraten vor den Seychellen

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Der Deutschen Marine sind vor der ostafrikanischen Küste elf mutmaßliche Piraten ins Netz gegangen.

Berlin - Der Deutschen Marine sind vor der ostafrikanischen Küste elf mutmaßliche Piraten ins Netz gegangen. Ihre Ausrüstung wurde ebenso wie zwei kleine Boote versenkt.

Wie die Bundeswehr mitteilte, hatte die Fregatte “Bremen“ am Dienstag nördlich der Seychellen drei verdächtige Boote durch Warnschüsse gestoppt. Als die Marinesoldaten die Boote durchsuchten, fanden sie dort zwar Enterhaken und Munition, aber keine Waffen.

Allerdings hatten die vermeintlichen Piraten zuvor mehrere Gegenstände über Bord geworfen, unter anderem eine Handfeuerwaffe. Nach der Durchsuchung wurden die elf Männer wieder freigelassen und durften ihre Fahrt auf dem größten der drei Schiffe fortsetzen. Sie seien schließlich nicht auf frischer Tat ertappt worden, erklärte das Einsatzführungskommando der Bundeswehr in Potsdam.

Die Bundeswehr beteiligt sich derzeit mit etwa 450 Soldaten sowie den beiden Fregatten “Bremen“ und “Karlsruhe“ an der Anti-Piraten- Mission “Atalanta“ am Horn von Afrika. Erst vor vier Monaten hatte der Bundestag das Einsatzgebiet der Deutschen Marine bis zu den Seychellen ausgeweitet.

Nach Ansicht des somalischen Polizeichefs Abdi Hassan Awaleh sind die Ergebnisse der EU-Mission bislang aber dürftig. “Es gibt keine Fortschritte“, sagte er am Rande einer internationalen Polizeitagung in Singapur. “Die Piraten kommen vom Land.“

Dort habe das Militär aber keine Chance, “weil es im Land kein Recht und keine Ordnung gibt“. Jean-Michel Louboutin von Interpol sagte: “Der Kampf gegen die Piraten auf See ist nur die Spitze eines Eisbergs.“

dpa

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