Briten graben toten Verdächtigen aus

London - Nach einem der spektakulärsten Justizirrtümer der britischen Geschichte haben die Ermittler am Mittwoch einen toten Verdächtigen ausgegraben.

Bei dem Fall geht es um eine 22 Jahre alte Barfrau, die vor 30 Jahren vergewaltigt und ermordet wurde. Im vergangenen März kippte ein Gericht das Mordurteil aus dem Jahr 1982. Der heute 57-Jährige kam nach 27 Jahren Haft frei. Er hatte die Tat und die Schuld an anderen Verbrechen damals zugegeben, die er nicht begangen haben konnte. Damals gab es noch keine DNA-Tests. Spezialisten hoben am Mittwoch auf einem Friedhof im südenglischen Portsmouth das Grab eines seit 21 Jahren toten Mannes aus.

Die Ermittler wollen ihn mit einem DNA-Test “posthum“ überführen. “Wir haben einen sehr starken wissenschaftlichen und beweiskräftigen Anhalt für diese Exhumierung“, sagte Inspektor Phil McTavish. “Alle möglichen Tests wurden vor Erwägung dieser Exhumierung unternommen. Es ist keine Aktion, die uns leicht fällt.“ Ob der Tote der tatsächliche Mörder ist, wissen die Ermittler frühestens in fünf Wochen. Dann können sie die DNA des Toten mit den sichergestellten Spuren vom Tatort abgleichen. Der Tote beging 1988 Selbstmord. Er ist einer von sieben Männern, die damals den Mord gestanden haben.

dpa

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