Schock: Todesnachricht kam zuerst über Facebook

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Sydney - Die Zwillinge Angela und Maryanne mussten es über Facebook erfahren: Ihr Bruder Bobby war in der Nacht zu ihrem 20. Geburtstag bei einem Autounfall ums Leben gekommen.

Es war ihr zwanzigster Geburtstag. Doch anstatt mit Glückwünschen wurden die Zwillingsschwestern Angela und Maryanne Vourlis aus Sydney am Sonntag von der Todesnachricht ihres kleinen Bruders Bobby (17) überrascht. Auf Facebook! Gleich nach dem Aufwachen loggten sie sich bei dem Internet-Netzwerk ein. So berichtet es der australische Daily Telegraph. Bei einem Autounfall mit drei Todesopfern in der Nacht war auch Bobby ums Leben gekommen. Die Polizei aber hatte es noch nicht geschafft, sie zu benachrichtigen.

"Ruhe in Frieden, Bobby", stand auf der Seite der Schwestern, und "Ruhe in Frieden, Chris Naylor", also über einen guten Freund ihres Bruders.  "Was geht hier vor?", fragte sich Angela. Andauernd rief sie auf Bobbys Handy an, in der Hoffnung, dass er doch noch lebe. Aber er ging nicht an an sein Telefon. Ihre Mutter wusste: "Bobby war letzte Nacht mit Chris Naylor unterwegs".

Trauer mit Stil - Die ungewöhnlichsten Todesanzeigen

Erst als Bobbys Mutter selbst bei der Polizei anrief, bekam sie die offizielle Nachricht über den Tod ihres Sohnes - fast sechs Stunden nach dem Unfall. Um 3.15 Uhr in der Nacht, bei strömendem Regen, hatte Chris Nichols die Kontrolle über seinen Ford verloren und war gegen einen Pfeiler auf Great Western Highway gekracht. Chris (19) wollte ein paar Freunde nach Hause fahren. Bobby, Chris und die 15-jährige Kelsie Coleman starben, bestätigte die örtliche Polizei dem Daily Telegraph. "Bobby war ein guter Junge", sagte dessen Onkel Peter Matelis dem Blatt. "Vor ihm lag eine gute Zukunft als Schiffsmechaniker vor sich."

Laut Polizei soll es lange gedauert haben, bis Bobby identifiziert war. Just in dem Moment, als seine Mutter sich meldete, soll ein Polizeiwagen schon auf dem Weg zur Familie gewesen sein.

"Es ist der schlimmste Albtraum jeder Eltern, dass ihr Kind bei einem Autounfall stirbt", sagte Peter Matelis. "Aber es über Facebook erfahren zu müssen und dann selbst die Polizei aufscheuchen zu müssen - das ist einfach nur fürchterlich."

mm

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