15 Verdächtige tot

Drogenkrieg in Mexiko flammt wieder auf

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Ein von Projektilen durchlöcherter Geländewagen wird in Tepic von den Behörden abtransportiert. 

Tepic  - In der mexikanischen Unterwelt rumort es. Die Ausschaltung des einst mächtigen Drogenbosses "El Chapo" hat ein Machtvakuum hinterlassen, rivalisierende Banden kämpfen um die Vormachtstellung. Im Westen des Landes kommt es zu Gefechten mit den Sicherheitskräften.

Nach der Auslieferung des Drogenbosses Joaquín "El Chapo" Guzmán an die USA nimmt die Drogengewalt in Mexiko wieder zu. Medienberichten zufolge kämpfen rivalisierende Banden um die Vormachtstellung.

Im Westen des Landes kam es zudem zu heftigen Kämpfen mit Sicherheitskräften, 15 mutmaßliche Bandenmitglieder wurden dabei getötet, wie die Behörden mitteilten.

Unter den Opfern soll der Regionalchef des Drogensyndikats Beltrán Leyva, Juan Francisco Patrón Sánchez alias "H2", gewesen sein. Er soll die Geschäfte der Gruppe im Bundesstaat Nayarit und im Süden von Jalisco geführt haben.

Nach Angaben der Marine schossen zunächst Bandenmitglieder in einem Vorort der Stadt Tepic auf die Sicherheitskräfte, die das Feuer erwiderten. Bei der Schießerei wurden acht Angreifer getötet. Wenig später kam es nahe dem Flughafen von Tepic zu einer zweiten Schießerei. Dabei wurden weitere vier Verdächtige getötet. Sie sollen ebenfalls zum Beltrán-Leyva-Kartell gehört haben.

Bei einem dritten Einsatz seien drei mutmaßliche Bandenmitglieder von Sicherheitskräften getötet worden, sagte der Gouverneur von Nayarit, Roberto Sandoval Castañeda. Das US-Konsulat in Guadalajara sprach eine Reisewarnung für die Region aus.

Das Verbrechersyndikat Beltrán Leyva hatte sich einst von dem Sinaloa-Kartell abgespalten, dessen Chef "El Chapo" Guzmán war. Die Gruppe kämpft anscheinend mit dem Sinaloa-Kartell um Einfluss und Geschäftsanteile.

Seit der Festnahme und Auslieferung von "El Chapo" rumort es in der mexikanischen Unterwelt. Der mächtige Drogenboss hat ein Machtvakuum hinterlassen. Seit Jahresbeginn seien in den internen Verteilungskämpfen zwischen den verschiedenen Fraktionen des Sinaloa-Kartells rund 140 Menschen ums Leben gekommen, berichtete die die Zeitung "La Jornada" unter Berufung auf Sicherheitskreise.

Demnach kämpft eine Gruppe um Guzmáns Söhne gegen die Fraktion von Guzmáns Vertrautem Dámaso López Núñez alias "El Licenciado". Ismael "El Mayo" Zambada, Guzmáns Kompagnon an der Spitze des Sinaloa-Kartells, soll versucht haben, zwischen den Fraktionen zu vermitteln.

Die vermeintliche Schwäche des Sinaloa-Kartells weckt zudem Begehrlichkeiten bei der Konkurrenz. Das Verbrechersyndikat Beltrán Leyva und das Drogenkartell Jalisco Nueva Generación versuchen derzeit, Boden gut zu machen. Vor allem in Sinaloa und im Badeort Acapulco kam es zuletzt zu heftigen Revierkämpfen.

dpa

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