Block 1 bis Block 6 - die Lage in Fukushima

Tokio - Die Situation in den sechs Reaktorblöcken des havarierten Atomkraftwerks in Fukushima ändert sich von Tag zu Tag. Hier eine Übersicht zur aktuellen Situation vom Sonntagabend.

Grundlage sind die offiziellen Angaben der Regierung, der Atomsicherheitsbehörde NISA, des Betreibers Tepco, der Internationalen Atomenergiebeörde IAEA und der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit.

BLOCK 1 (Explosion am 12.3.):

Die Beleuchtung im Kontrollraum funktioniert wieder. Am Sonntag wurde die Kühlung des Reaktors und des Abklingbeckens mit Süßwasser fortgesetzt. Kernschäden möglich, Sicherheitsbehälter nicht beschädigt. Weißer Dampf steigt auf.

BLOCK 2 (Explosion am 15.3.):

Etwa ein Drittel der Brennelemente und Teile des Sicherheitsbehälters sind beschädigt. Kühlung mit Süßwasser von außen. Am Sonntag wurde von einer Strahlenbelastung des Wassers im Turbinenraum von 1000 Millisievert pro Stunde berichtet. Laut NISA fand sich eine hohe Konzentration des Isotops Jod-134 im Wasser. Licht in Kontrollraum funktioniert. Weißer Dampf steigt auf.

BLOCK 3 (Explosion am 14.3.):

Vermutlich Kern beschädigt. Die Beleuchtung im Kontrollraum ist intakt, die Kühlung mit Wasser läuft seit Freitag und wurde am Sonntag fortgesetzt, allerdings mit Meerwasser. Wegen MOX-Brennelementen mit Plutonium gilt dieser Reaktor als besonders gefährlich. Unklar ist, inwieweit der Reaktorbehälter oder das Abklingbecken für abgebrannte Kernbrennstäbe beschädigt sind. Weißer Dampf steigt auf.

BLOCK 4 (Explosion und Brand am 15.3.):

Demnächst soll das Licht im Kontrollraum wiederhergestellt sein. Hinweise auf eine Überhitzung des Abklingbeckens für abgebrannte Kernbrennstäbe. Mit Frischwasser soll versucht werden, die Brennstäbe im Abklingbecken zu kühlen. Bisher schließt Tepco ein Leck im inneren Reaktorbehälter aus. Weißer Dampf steigt auf.

BLOCK 5:

Galt weiter als stabil.

dpa

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