Blitzschlag: "Endeavour"-Start erneut verschoben

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Die “Endeauvour“ hätte am Sonntag um 1.39 Uhr deutscher Zeit in Richtung Internationale Raumstation ISS abheben sollen

Washington - Die “Endeavour“-Besatzung hängt erneut in der Warteschleife: Der Start der US-Raumfähre ist wegen Blitzschlags an der Startrampe um einen Tag verschoben worden.

Bei einem schweren Gewitter in der Nacht zum Samstag (Ortszeit) habe es elf Blitzeinschläge in die Startrampe auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral oder in unmittelbarer Nähe gegeben, teilte die US- Weltraumbehörde NASA am Samstag mit. Jetzt müssten die Ingenieure die Instrumente des Shuttle zunächst eingehend untersuchen. Als neuer Starttermin sei der frühe Montagmorgen um 1.13 Uhr MESZ vorgesehen.

Damit ist auch der dritte Anlauf, den Orbiter mit sieben Astronauten an Bord ins All zu bringen, gescheitert. Die “Endeauvour“ hätte am Sonntag um 1.39 Uhr deutscher Zeit in Richtung Internationale Raumstation ISS abheben sollen. Ursprünglich sollte es bereits vor einem Monat losgehen, doch zweimal mussten geplante Starts wegen eines Tanklecks verschoben werden.

Die Blitze seien nicht direkt in den Orbiter und auch nicht in die, nach wie vor leeren, Außentanks eingeschlagen. Es seien aber ein Blitzableiter und eine Wasserversorgung an der Startrampe getroffen worden, sagte Mike Moses, einer der Verantwortlichen für die Startphase. “Wir haben bisher nichts entdeckt, wonach unsere Systeme betroffen sein könnten.“ Dennoch bräuchten die Experten mehr Zeit zur Prüfung. “Wir brauchen 100-prozentige Klarheit.“ Daher werde eine endgültige Entscheidung erst am Sonntag fallen.

Startverschiebungen sind bei den US-Raumfähren fast schon zur Routine geworden. Häufig sind es die Tanks, Tankleitungen oder -sensoren, die Probleme bereiten. Aber auch das Wetter macht oft einen Strich durch die Rechnung. Vor allem im Sommer brauen sich in Florida oft schwere Gewitter zusammen.

Hauptaufgabe während der 16-tägigen “Endeavour“-Mission ist es, eine gut vier Tonnen schwere Logistikplattform am japanischen Raumlabor Kibo der ISS anzubringen. Darauf sollen später Instrumente für Experimente im All installiert werden. “Eine Veranda im Weltall“, nennt die NASA diese Plattform. Dort sollen etwa eine Röntgenkamera sowie Instrumente zur Untersuchung von kosmischem Staub installiert werden. Insgesamt sollen die Astronauten fünf Außeneinsätze absolvieren.

dpa

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