“Erkenne das Original“

Ikea warnt: Clevere Designer verkaufen blauen Beutel für 2000 Euro

Stockholm - Einer dieser blauen Ikea-Beutel, aber für 2000 statt 0,99 Euro... Das ist der neueste Coup der Designer von Balenciaga. Die Lacher auf seiner Seite hat aber Ikea.

Es mag einer der simpelsten Designer-Tricks überhaupt sein - aber das ungeteilte Kopfschütteln der Netzgemeinde gehört dem spanischen Design-Label Balenciaga trotzdem seit Tagen. Das Modeunternehmen hat ein weltberühmtes Design aufgegriffen: Den blauen Riesen-Beutel von Ikea. Und ihn zu einem kuriosen Luxusartikel gemacht.

Normalerweise gibt es die millionenfach hergestellten Taschen namens „Frakta“ aus Polypropylen - zu deutsch: Kunststoff - für 99 Cent an der Ikea-Kasse zu kaufen. Balenciaga hat das Konzept kopiert, aber in edles Kalbsleder überführt und verlangt nun 2145 Dollar für seinen „Arena Extra-Large Shopper Tote Bag“. Viel Geld und viele Wörter für eine alte Idee.

Ikea schlägt zurück

Öffentlichkeitswirksam ist die Aktion unbestritten. Allerdings hagelte es bislang vor allem Spott. Nun macht auch noch Ikea selbst mit. Die schwedischen Möbelexperten warnen jetzt in einer neuen Kampagne indirekt vor Produktpiraterie - von wessen Seite auch immer. Sie erklären einfach mal, wie man das blaue Beutel-Original „erkennt“.

Vier einfache Tipps haben Ikea und die Werbeagentur Acne Collective für all jene, die nicht versehentlich einen völlig überteuerten „Frakta“ erstehen wollen: 

1. Schüttel ihn. Wenn er raschelt, ist er der echte. 2. Multifunktional. Er kann Hockey-Equipment, Backsteine und sogar Wasser transportieren. 3. Schmeiß ihn in den Dreck. Ein echter Frakta kann einfach mit dem Gartenschlauch abgespritzt werden, wenn er schmutizg ist. 4. Schau auf den Preiszettel. Nur 0,99 Dollar.“ 

Balenciaga veräppelte auch schon Aldi

Dass der Seitenhieb gegen Balenciaga gerichtet ist, scheint allerdings klar. Denn wer würde schon eine Kalbsleder-Tasche mit dem Gartenschlauch abspritzen - oder versuchen, Backsteine darin zu transportieren. Manchmal fährt man mit dem Original eben am Besten. Selbst wenn es sehr viel günstiger ist, als die Kopie.

Diese Philosophie wird das Mode-Label Balenciaga allerdings nicht so bald übernehmen. Seit dort der 36-jährige Demna Gvasalia Design-Chef ist, werden regelmäßig Kultmarken aufs Korn genommen - auch Aldi war schon dran, mit einem teuren Schal im Look der berühmten Plastiktüten. Am Ende ist dann dann wohl auch eher ein PR-Stunt oder auch ein Kunstprojekt im Stile Andy Warhols, als ein ernsthaftes Liebhaberstück für gut Betuchte. Und Ikea-Einkäufe passen eben immer noch am besten in „Frakta“. 

Ikea hat unlängst eine kleine Möbel-Revolution angekündigt. Mehr erfahren Sie in diesem Artikel.

fn

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