Maschine zur Umkehr gezwungen

Betrunkene Frauen im Flieger: Kampfjets rücken an

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Symbolbild

Toronto - Zwei Frauen haben in einem Ferienflieger von Toronto nach Kuba für ordentlich Aufregung gesorgt. Alles begann mit einem Besäufnis auf der Bordtoilette - und endete mit dem Anrücken zweier Kampfjets.

Wegen zweier betrunkener Frauen an Bord ist ein kanadischer Ferienflieger auf dem Weg nach Kuba in Begleitung von Kampfjets zum Umkehren gezwungen worden. Die beiden Frauen hätten auf der Bordtoilette viel Alkohol aus dem Duty-Free-Shop getrunken, eine Zigarette angezündet und so Feueralarm ausgelöst, teilte die Vertreterin der Fluggesellschaft Sunwing, Janine Chapman, am Mittwoch (Ortszeit) mit. Anschließend seien sie aufeinander losgegangen und hätten Drohungen gegen das Flugzeug ausgesprochen. Diese seien allerdings "aufgrund des Zustands" der beiden nicht ernstgenommen worden.

Dennoch sei die Maschine in Begleitung zweier F-18-Kampfjets der nordamerikanischen Luftabwehr Norad zurück zum Startflughafen in Toronto geflogen, teilte eine Norad-Sprecherin mit. Dort wurden die beiden betrunkenen Frauen festgenommen, die laut Berichten in sozialen Netzwerken um die 20 Jahre alt waren. Die übrigen Passagiere, die auf dem Weg in den Urlaub nach Kuba waren, konnten ihre Reise anschließend mit einer anderen Maschine fortsetzen.

Die zehn gefährlichsten Flughäfen der Welt

Washington-Touristen kennen den nervigen Fluglärm über der US-Hauptstadt: Der Reagan National Airport befindet sich mitten in der Stadt zwischen zwei Flugverbotszonen. Piloten müssen beim Landen Gebäude wie das Pentagon und das CIA-Hauptquartier meiden und während des Starts schnell an Höhe gewinnen, um nicht ins Weiße Haus zu fliegen. © AP
Flughafen gefährlich
Der Anflug auf den Flughafen Santa Catarina ist eine Belastungsprobe für Flugpersonal und Passagiere. Piloten müssen für den Anflug speziell ausgebildet werden: Die Landebahn ist nicht nur extrem kurz, sondern verläuft auch noch direkt an einem Steilküstenabhang. Die Piloten müssen lange auf die Berge zufliegen und erst im letzten Augenblick das Steuer rechts herumreißen, um auf dem Rollfeld zu landen. © dpa
Die Rollbahn des Toncontin-Flughafens in Tegucigalpa (Honduras) ist mit 1863 Metern die weltweit kürzeste eines internationalen Airports. Größere Flugzeuge können hier nicht landen. Vor der Landung muss der Pilot bergiges Gelände überfliegen, primitive Navigationsausrüstung machen den Flughafen zusätzlich gefährlich. Bei schlechter Witterung müssen die Flugzeuge oft nach San Salvador ausweichen. © dpa
Insel Barra
Auf der westschottischen Insel Barra muss ein Sandstrand als Flugfeld herhalten. Die Größe des "Rollfelds" hängt ganz von den Gezeiten ab. Simple Autoscheinwerfer auf dem Parkplatz weisen Piloten nachts den Weg über die flache Bucht. © dpa
La Guardia und Newark
Viel beflogen, aber ziemlich gefährlich: der John F. Kennedy Airport in New York. Die Herausforderung für die Piloten besteht im Vermeiden von Flugzeugen anderer Flughäfen in der Nähe - La Guardia und Newark. Die Crew ist gezwungen, etwa 460 Meter Abstand und eine Sicht von knapp 8000 Metern zu haben, bevor sie die Landebahn anfliegen dürfen. © dpa
Am 9. November 2007 kam ein Flugzeug der Airline Iberia von der Landebahn in Quito, Ecuador, ab (Foto). Piloten fürchten die abschüssige Landebahn der ecuadorianischen Hauptstadt seit langem. Der Flughafen liegt nur wenige Minuten vom Finanzzentrum entfernt und ist umringt von einer Wohnsiedlung. Das Problem wurde jedoch erkannt. Ein neuer Flughafen einige Kilometer entfernt gebaut. © dpa
Am 19. Februar 2013 schließt der berüchtigte Flughafen in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito für immer. © AP
Der Flugplatz von Lukla in Nepal ist nur 527 Meter lang und 20 Meter breit. Die Landebahn neigt sich um 12 Grad, der Höhenunterschied zwischen beiden Endpunkten beträgt 60 Meter. Die Piloten haben nur einen Versuch, Durchstarten ist wegen der Hochgebirgslage unmöglich. Eine lebensgefährliche Angelegenheit: Auch eine Reisegruppe aus München stürzte hier 2008 in den Tod. © dpa
Die Startbahn der 13-Quadratkilometer-Insel Saba auf den Niederländischen Antillen ist gerade mal 400 Meter lang und säumt eine Steilküste. Der Flughafen der Karibikinsel ist außerdem sehr anfällig für Sturmböen. © dpa
Unglaublich: Eigentlich ist der Flughafen von St. Maarten, Karibik, nur für kleine und mittlere Jets geeignet. Piloten größerer Flieger müssen die Landebahn (2180 Meter lang) daher sehr tief über dem traumhaften Sandstrand von Maho Beach und seinen Urlaubern anfliegen und berühren dabei fast den zehn Meter hohen Sicherheitszaun. © dpa
Höchste Präzision erfordert der Landeanflug auf den Flughafen von Gibraltar, Südspanien. Der kleine Airport liegt zwischen der Bucht von Algeciras und dem Mittelmeer. Das Rollfeld ist knapp 1830 Meter lang. Wie auf den anderen kleineren Flughäfen brauchen Piloten hier eine Spezialausbildung. © dpa

Erst Ende Juli hatte sich bei Sunwing ein ähnlicher Vorfall ereignet. Damals hatte ein Passagier in einer Maschine mit Touristen auf dem Weg nach Panama Drohungen ausgesprochen. US-Kampfflieger vom Typ F-16 begleiteten das Flugzeug daraufhin zurück nach Toronto.

AFP

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