Air Berlin bringt Urlauber zurück

Berlin - Trotz des generellen Flugverbots in Deutschlands, fliegt Air Berlin seine Passagiere aus Mallorca zurück nach München. Am Nachmittag landen die Maschine, die eine Ausnahmegenehmigung hat.

Trotz einer generellen Sperrung des deutschen Luftraums wegen der Aschewolke aus Island fliegt Air Berlin Passagiere aus Palma de Mallorca nach München zurück. Wie die zweitgrößte Fluggesellschaft am Montag mitteilte, sei die Maschine mit rund 170 Passagieren von der Baleareninsel gestartet und werde gegen 15.45 Uhr in München erwartet.

Asche-Chaos in Deutschland

Asche-Chaos in Deutschland

Nach Angaben der Deutschen Flugsicherung handelt es sich dabei um einen kontrollierten Sichtflug, für den eine Ausnahmegenehmigung erteilt worden war. Auch Der Ferienflieger Condor fliegt derzeit gestrandete Urlauber zurück, allerdings nach Österreich.

Auf dem Flughafen Salzburg sollen am Montag 13 Flugzeuge mit deutschen Urlaubern landen. “Die Maschinen kommen aus Antalya, Palma oder Teneriffa und sollten eigentlich nach München, Nürnberg und Frankfurt fliegen“, sagte Flughafensprecherin Susanne Macek auf dpa-Anfrage. Die Passagiere sollten nach der Landung mit dem Bus an ihre Zielorte gebracht werden. Kurzfristig hätten mehrere Fluggesellschaften eine Landung in Salzburg angefragt.

Nicht der gesamte Luftraum ist gesperrt

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Die deutschen Behörden haben zumindest die punktuelle Freigabe von Lufträumen in Aussicht gestellt, die wegen der Aschewolke des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull derzeit noch gesperrt sind. Der Sprecher des Bundesverkehrsministeriums, Sebastian Rudolph, machte die Entscheidung am Montag in Berlin vom Vorliegen neuer Daten über den Zustand der Wolke abhängig. Er wies Vorwürfe zurück, die Sperrung einzelner Lufträume sei ohne Koordination mit den europäischen Partnern und nur aufgrund von Computermodellen erfolgt. Ohnehin sei nicht der gesamte Luftraum gesperrt, erläuterte der Sprecher.

So seien Sichtflüge unterhalb einer bestimmten Höhe ebenso möglich wie das Überfliegen der Wolke über Deutschland. Nur müsse, wer in Deutschland starte oder lande, eben zwischen den unteren und den obersten Flugflächen durch die dort liegende Wolke durchfliegen, und das sei aus Sicherheitsgründen verboten. Seit Donnerstagabend tage ein Krisenstab rund um die Uhr, erklärte Rudolph. Er sei bei der Deutschen Flugsicherung DFS in Langen angesiedelt und bestehe aus Vertretern der DFS, des Deutschen Wetterdienstes und des Ministeriums. Außerdem gebe es regelmäßig Telefonkonferenzen mit der europäischen Behörde Eurocontrol und dem Bundesaufsichtsamt. Rudolph versicherte, dass die Behörden eigene Messergebnisse über die Dichte der Aschewolke hätten.

Damit widersprach er den Angaben von Fluggesellschaften, die dies bestritten hatten. Allerdings sei nur eine Wetterstation nahe München mit den nötigen Instrumenten ausgestattet, da Messungen von Vulkanasche über Deutschland bisher nicht nötig gewesen seien. Zum Streit mit den Fluggesellschaften über die Notwendigkeit der Luftraumsperrung betonte Rudolph, dass Minister Peter Ramsauer klargemacht habe: “Sicherheit geht vor Geschäftsinteressen.“ Das heiße nicht, “dass ein Tischtuch zerrissen ist“. Die Messungen der Fluggesellschaften habe man in die eigenen Entscheidungen mit einbezogen; es handele sich dabei aber um eine Sammlung von Einzelfällen, die statistisch nicht belastbar seien.

Vorübergehende Lockerung des Nachtflugverbots

Die Bundesregierung macht sich für eine vorübergehende Lockerung des Nachtflugverbots stark. Verkehrsminister Peter Ramsauer habe an die zuständigen Länderminister appelliert, flexibel zu reagieren und das Nachtflugverbot eventuell zeitweise zu lockern, wenn die Luftverkehr wieder freigegeben sei, sagte ein Ministeriumssprecher am Montag in Berlin. Er betonte, die Zuständigkeit liege bei den Ländern.

DAPD/dpa

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