16 Leichen gefunden

Flugschreiber der Tupolew wird ausgewertet

Suchmannschaften vor Sotschi. Das Flugzeug des russischen Verteidigungsministeriums war am Sonntag auf dem Flug nach Syrien abgestürzt. Foto: Yevgeny Reutov
1 von 7
Suchmannschaften vor Sotschi. Das Flugzeug des russischen Verteidigungsministeriums war am Sonntag auf dem Flug nach Syrien abgestürzt. Foto: Yevgeny Reutov
Spezialisten bergen Opfer des Absturzes nahe der russischen Olympiastadt Sotschi. Foto: Yevgeny Reutov
2 von 7
Spezialisten bergen Opfer des Absturzes nahe der russischen Olympiastadt Sotschi. Foto: Yevgeny Reutov
Nach dem Flugzeugunglück suchen Rettungsboote nach den Vermissten. Foto: Yevgeny Reutov
3 von 7
Nach dem Flugzeugunglück suchen Rettungsboote nach den Vermissten. Foto: Yevgeny Reutov
Suche nach Opfern und Wrackteilen: An Bord der Tupolew Tu-154 hat wohl niemand überlebt. Foto: Emergencies Ministry
4 von 7
Suche nach Opfern und Wrackteilen: An Bord der Tupolew Tu-154 hat wohl niemand überlebt. Foto: Emergencies Ministry
Trauer in Sotschi: Vom Flughafen der Olympia-Stadt war die verunglückte Tupolew gestartet. Foto: Yevgeny Reutov
5 von 7
Trauer in Sotschi: Vom Flughafen der Olympia-Stadt war die verunglückte Tupolew gestartet. Foto: Yevgeny Reutov
Der russische Alexandrow-Armeechor, aufgenommen bei einem Auftritt in Istanbul. Foto: Sedat Suna
6 von 7
Der russische Alexandrow-Armeechor, aufgenommen bei einem Auftritt in Istanbul. Foto: Sedat Suna
Konzert des russischen Alexandrow-Ensembles in Moskau. Foto: Yuri Kochetkov/Archiv
7 von 7
Konzert des russischen Alexandrow-Ensembles in Moskau. Foto: Yuri Kochetkov/Archiv

Die Bergungsaktion an der russischen Militär-Tupolew im Schwarzen Meer macht Fortschritte. Erfolge gibt es bei der Suche nach Wrackteilen. Bei den Opfern geben sich die Behörden schweigsam.

Moskau (dpa) - Zwei Tage nach dem Flugzeugabsturz vor der russischen Schwarzmeerküste mit 92 Toten haben Experten mit der Auswertung des Hauptflugschreibers begonnen. Das sagte Verkehrsminister Maxim Sokolow der Agentur Ria Nowosti.

Der Flugdatenrecorder aus der Tupolew Tu-154 des russischen Verteidigungsministeriums war nachts aus dem Meer geborgen und sofort nach Moskau gebracht worden. Im Lauf des Tages hoben Bergungsmannschaften ein großes Heckteil, in dem sich die zwei anderen Blackboxes der Maschine befanden. Auch diese Stimmenrecorder seien nach erstem Augenschein in gutem Zustand.

"Das Flugzeug ist in mehrere Teile zerfallen", sagte Sokolow. Die Maschine war am Sonntag kurz nach dem Start vom Flughafen Adler bei Sotschi auf dem Flug nach Syrien abgestürzt. An Bord waren mehr als 60 Sänger und Tänzer des Alexandrow-Armeechores, die mit ihrem Leiter Waleri Chalilow ums Leben kamen. In Russland hatte deshalb am Montag Staatstrauer gegolten.

Bei den Sucharbeiten vor der Küste des Ferienortes Sotschi wurden seit Sonntag 16 Leichen geborgen, zu denen nach unbestätigten Angaben auch der Pilot zählt. Im Gegensatz zu den Erfolgsmeldungen bei der Suche nach Wrackteilen gab es nur spärliche Informationen über die Opfer. Am Montagabend hatten die Nachrichtenagenurten Interfax und Tass den Fund Dutzender Leichenteile gemeldet, indes ohne offizielle Bestätigung. Dies könnte darauf hindeuten, dass die Opfer beim Zerschellen der Maschine auf der Wasseroberfläche stark verstümmelt worden sind.

Weder an Trümmerteilen noch an den Toten seien Spuren von Sprengstoff gefunden worden, zitierte Interfax einen nicht genannten Behördenvertreter. "Deshalb gibt es derzeit nichts, worauf sich die Version eines Terroranschlags stützen könnte", sagte der Experte.

Die Ermittler gehen eher von technischem Versagen oder einem Pilotenfehler aus. Die Zeitung "Kommersant" zitierte einen Beobachter auf einem Grenzschutzboot nahe Adler als Augenzeugen. Er will gesehen haben, dass die Tupolew nach dem Abheben in einen Steilflug gesteuert wurde und daraufhin abstürzte.

Als Auswirkung auf den russischen Syrien-Einsatz legte das Verteidigungsministerium seine anderen Passagiermaschinen vom Typ Tu-154 bis zur Klärung der Unglücksursache still. Die Personentransporte zur Luftwaffenbasis Hamaimim in Syrien würden von anderen Flugzeugen übernommen. In der russischen Zivilluftfahrt fliegen die alternden Tu-154 seit einigen Jahren nicht mehr.

Das könnte Sie auch interessieren

Peter Maffay und Co. in Bremen: Fotos vom Open-Air-Konzert bei Mercedes

Ausgelassen feierten fast 40.000 Zuschauer am Samstag beim Mercedes-Benz-Open-Air auf dem Werksgelände der Bremer Automobilschmiede. Am Start waren …
Peter Maffay und Co. in Bremen: Fotos vom Open-Air-Konzert bei Mercedes

Musik im Park mit Meilentaucher

Die Band Meilentaucher spielte sorgte mit frischem Pop-Rock für einen gebührenden Abschluss der „Musik im Park“-Konzertreihe.
Musik im Park mit Meilentaucher

Aufbau für jbs-Maisfeldfete und Oldie-Abend in Westeresch

Die große Freilichtbühne ist Geschichte, an ihrer Stelle ragt nun ein Sechsmaster-Zelt in die Höhe. Das bietet Platz für mehrere Tausend Besucher. …
Aufbau für jbs-Maisfeldfete und Oldie-Abend in Westeresch

Der Aufbau des Heiratsmarktes beginnt

Nur noch acht Tage bis zum Beginn des Brokser Heiratsmarktes. Schon jetzt füllt sich der Marktplatz in Bruchhausen-Vilsen. Die ersten Schausteller …
Der Aufbau des Heiratsmarktes beginnt

Meistgelesene Artikel

Gladbeck-Geisel widerspricht der Polizei - Gangster Rösner äußert sich ebenfalls

Gladbeck-Geisel widerspricht der Polizei - Gangster Rösner äußert sich ebenfalls

Brückeneinsturz in Genua: Vier Freunde trafen Entscheidung, die sie ihr Leben kostete

Brückeneinsturz in Genua: Vier Freunde trafen Entscheidung, die sie ihr Leben kostete

Brücken-Katastrophe in Genua - „Es ist die Hölle“

Brücken-Katastrophe in Genua - „Es ist die Hölle“

Mann kapert Passagierflugzeug und stürzt ins Meer - vorher gibt er über Funk eine Erklärung ab

Mann kapert Passagierflugzeug und stürzt ins Meer - vorher gibt er über Funk eine Erklärung ab

Kommentare