Nach Feuerinferno in London

Bereits 160 Risiko-Hochhäuser in Großbritannien entdeckt

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Der ausgebrannte Grenfell Tower in London. Bei der Feuerkatastrophe waren mindestens 80 Menschen ums Leben gekommen. Foto: Frank Augstein

Als Konsequenz aus der Brandkatastrophe im Grenfell Tower sind in Großbritannien bisher die Fassaden von 160 Hochhäusern überprüft worden. Das Ergebnis ist ernüchternd.

London (dpa) - Nach dem verheerenden Brand des Grenfell Towers sind in Großbritannien bereits 160 Hochhäuser mit gefährlichen Fassadenverkleidungen entdeckt worden. Damit seien alle bislang untersuchten Gebäude in Tests durchgefallen, berichtete eine Mitarbeiterin der Regierung der dpa in London.

Insgesamt werden landesweit 600 Hochhäuser überprüft. Das Feuer am 14. Juni in einem 24-stöckigen Londoner Sozialbau war durch einen defekten Kühlschrank entstanden. Es konnte sich über die entflammbare Fassadenverkleidung rasend schnell ausbreiten. Mindestens 80 Menschen kamen in den Flammen ums Leben.

Am Freitag traten der Leiter der betroffenen kommunalen Wohnungsgesellschaft und der Bezirksvorsitzende von ihren Posten zurück. Britische Medien hatten zuvor Dokumente veröffentlicht, denen zufolge zunächst weniger leicht entflammbare Fassadenteile für die Sanierung des Hochhauses vorgesehen waren. Um Geld zu sparen, habe sich die Verwaltung aber für die billigere Verkleidung entschieden.

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