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Er tötete mindestens 19 Kinder: Was über den Amokschützen von Texas bekannt ist

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Von: Fabian Raddatz

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Eltern weinen nach einem Schulmassaker in den USA. Oben rechts: Salvador Ramos, der mutmaßliche Schütze
Salvador Ramos (oben rechts) steht im dringendem Tatverdacht, mindestens 21 Menschen an einer Grundschule erschossen zu haben. © San Antonio Express-News/imago & ZUMA Press/imago

Unfassbarer Schrecken in den USA: Der 18-jährige Salvador Ramos steht im Verdacht, mindestens 19 Kinder und zwei Erwachsene in Texas getötet zu haben.

Uvalde/Texas – Mindestens 19 Kinder und zwei Erwachsene tot – das ist die vorläufige Schreckens-Bilanz des jüngsten Schulmassakers in den USA. Der Killer hatte am Dienstagvormittag, 11:30 Uhr Ortszeit, eine Grundschule in Uvalde, Texas betreten, dann wahllos das Feuer eröffnet. „Er hat einfach auf alle geschossen“, sagte ein Behördenvertreter einem lokalen Nachrichtensender.

Bei dem Todesschützen soll es sich nach US-Medienberichten um den 18-jährigen Salvador Ramos handeln. Er wurde im Feuergefecht von der Polizei erschossen. Ramos, der die örtliche High School besuchte, soll noch auf seine Großmutter geschossen haben, ehe er sich mit zwei automatischen Gewehren auf den Weg zur Robb Elementary School machte.

Laut CNN soll die Großmutter im Krankenhaus liegen. Ihr Zustand sei kritisch, heißt es.

Um 09:16 schrieb der Todesschütze: „Ich mache mich auf den Weg“

Nur wenige Stunden vor der Tat soll der mutmaßliche Killer eine kryptischen Botschaft an eine völlig Fremde gesendet haben. “I’m about to”, schrieb Ramos einem Mädchen auf Twitter. „Ich bin kurz davor.“ Als das Mädchen, fragte, was er denn überhaupt damit meint, antwortete Ramos nur: „Ich werde es dir vor 11 sagen.“ Und: „Ich hab ein kleines Geheimnis, das ich dir verraten möchte.“

Der mutmaßliche Täter des Schulmassakers an einer Grundschule in Texas.
Dieses Foto von sich selbst postete Ramos Salvador auf Instagram. © ZUMA Press/imago/salv8dor_/Instagram

Seine letzte Nachricht um 09:16 Uhr lautete: „Ich mache mich auf den Weg.“ Gut zwei Stunden später kam es dann zum Amoklauf an der Grundschule in Texas.

Salvador Ramos soll mindestens 21 Menschen getötet haben: „Niemand kannte ihn wirklich“

Auf seinem Instagram-Account „salv8dor_“, der mittlerweile entfernt wurde, postete Ramos Fotos von sich und Waffen. Darunter auch zwei automatische Gewehre, Typ AR-15. Unklar, ob es sich dabei um die Waffen handelt, mit der der 18-Jährige mutmaßlich das Blutbad in der Grundschule anrichtete. Die Gewehre soll er zu seinem 18. Geburtstag bekommen haben – gekauft wurden sie ganz legal in einem Waffengeschäft.

Ramos postete gerne Waffen-Fotos auf Instagram. Hier zwei AR-15-Maschinengewehre.
Ramos postete gerne Waffen-Fotos auf Instagram. Hier zwei AR-15-Maschinengewehre. Das Model kam bereits bei anderen Amokläufen zum Einsatz, beispielsweise beim „Sandy Hook-Massaker“, wo ein Killer 28 Menschen tötete, darunter 20 Kinder. © salv8dor_/Instagram

Über eine psychische Störung des mutmaßlichen Täters ist bislang nichts bekannt. Ein Manager der Restaurantkette „Wendys“, wo Ramos ein Jahr lang gearbeitet hatte, sagte der New York Times, dass er vor einem Monat gekündigt hatte. „Er wollte für sich sein“, so der Manager. „So wie die anderen miteinander sprachen und nett waren? So war er nicht, niemand kannte ihn wirklich.“

Das Verhalten des Schützen habe sich zuletzt verändert, zitierte die Washington Post einen Jugendfreund. Er habe bei seiner Mutter und manchmal bei seiner Großmutter gelebt und sich in letzter Zeit aggressiv verhalten.

Ehemaliger Schulfreund über Ramos: „Er kam kaum noch zur Schule“

Und ein ehemaliger Klassenkamerad des mutmaßlichen Kindermörders sagte gegenüber dem amerikanischen Nachrichtensender CNN, dass Ramos in der Schule wegen seiner Kleidung gehänselt wurde. „Er kam kaum noch zur Schule.“

Ramos, der aus North Dakota nach Texas zog, soll seinem Kumpel vier Tage vor dem Massaker ein Foto seines Gewehres und Munition geschickt haben. Als der Freund Ramos fragte, „warum hast du sowas?“, soll dieser nur geantwortet haben: „Don‘t worry about it“ – „mach dir keine Sorgen.“

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