Rettungsarbeiten in Tianjin gehen nur langsam voran

Rettungskräfte bergen ein Todesopfer auf dem völlig verwüsteten Hafengelände von Tianjin. Foto: Wu Hong
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Rettungskräfte bergen ein Todesopfer auf dem völlig verwüsteten Hafengelände von Tianjin. Foto: Wu Hong
Nach der Explosion in Tianjin wird noch eine unbekannte Zahl von Menschen vermisst. Foto: Wu Hong
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Nach der Explosion in Tianjin wird noch eine unbekannte Zahl von Menschen vermisst. Foto: Wu Hong
Wie nach einem Bombenangriff: Die erste Detonation erreichte die Stärke von drei Tonnen herkömmlichen Sprengstoffs TNT, während die zweite 21 Tonnen TNT entsprach. Foto: Wu Hong
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Wie nach einem Bombenangriff: Die erste Detonation erreichte die Stärke von drei Tonnen herkömmlichen Sprengstoffs TNT, während die zweite 21 Tonnen TNT entsprach. Foto: Wu Hong
Brennende Container im völlig verwüsteten Hafen der Milionenstadt Tianjin. Foto: Xu Li
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Brennende Container im völlig verwüsteten Hafen der Milionenstadt Tianjin. Foto: Xu Li
Nach der ersten Explosion in einem Lagerhaus für gefährliche Güter griff das Feuer auf weitere Gebäude über. Foto: Stringer
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Nach der ersten Explosion in einem Lagerhaus für gefährliche Güter griff das Feuer auf weitere Gebäude über. Foto: Stringer
Hier ist keine Scheibe mehr heil: Die Detonationen hatten eine Sprengkraft wie 24 Tonnen TNT. Foto: Wu Hong
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Hier ist keine Scheibe mehr heil: Die Detonationen hatten eine Sprengkraft wie 24 Tonnen TNT. Foto: Wu Hong
Einwohner von Tianjin eilten auf die verrauchten Straßen, weil sie sich in ihren Häusern nicht mehr sicher fühlten. Foto: Geno Hu
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Einwohner von Tianjin eilten auf die verrauchten Straßen, weil sie sich in ihren Häusern nicht mehr sicher fühlten. Foto: Geno Hu
Im Umkreis von mehreren Kilometern gingen Fenster zu Bruch. Foto: Wu Hong
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Im Umkreis von mehreren Kilometern gingen Fenster zu Bruch. Foto: Wu Hong

Zwei Tage nach den heftigen Detonationen in der chinesischen Küstenstadt Tianjin werden noch immer viele Menschen vermisst. Angst vor gefährlichen Chemikalien erschwert die Suche.

Tianjin (dpa) - Nach den gewaltigen Detonationen im Hafen der chinesischen Stadt Tianjin mit mindestens 56 Toten und mehr als 700 Verletzten gehen die Rettungsarbeiten nur langsam voran.

Laut Staatsmedien konnte am Morgen ein Feuerwehrmann lebend aus den Trümmern des Chemielagers gezogen werden, in dem die Explosionen ihren Ursprung hatten. 13 Feuerwehrleute und eine unbekannte Zahl von Hafenarbeitern wurden aber noch immer vermisst.

Den Behörden in Tianjin zufolge müssen die über 1000 am Einsatz beteiligten Retter äußerst vorsichtig vorgehen, weil noch immer nicht geklärt ist, welche Gefahrenstoffe die Explosion ausgelöst haben und möglicherweise noch austreten können. "Wir wissen nicht sicher, welche Chemikalien es waren", sagte Gao Huaiyou vom Amt für Produktsicherheit von Tianjin. "Wir wissen auch nicht, welche Mengen es waren." Die Chemikalien seien nur vorübergehend gelagert gewesen, auch fehlten Dokumentationen. Es könnten jederzeit weitere chemische Reaktionen stattfinden, sagte Tianjins Feuerwehrchef Zhou Tian.

Nach chinesischen Medienberichten, die sich auf Mitarbeiter des zerstörten Chemielagers stützen, sind in dem Areal auch 700 Tonnen Natriumcyanid gelagert gewesen, das bei Reaktion mit Wasser hoch giftig ist. Sowohl Luft als auch Wasserqualität in der Nähe des Unglücksortes würden genau beobachtet, sagten die Behörden am Freitag. Bislang seien die Werte normal.

217 auf chemische, biologische und nukleare Kampfstoffe spezialisiere Einheiten des Militärs sind seit Donnerstagnachmittag am Unglücksort im Einsatz, wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Eine Serie von gewaltigen Explosionen hatte auf dem Gelände im Binhai-Distrikt schwere Zerstörungen angerichtet. Wegen der Druckwelle und herumfliegender Trümmer gab es noch in einem kilometerweiten Umkreis Schäden.

Wie das Staatsfernsehen berichtete, wurden Sicherheitsbestimmungen nicht eingehalten. Demnach befand sich das Warenlager, in dem sich die Explosionen ereigneten, nur 600 Meter von Wohnhäusern entfernt. Vorgeschrieben sei jedoch mindestens ein Abstand von einem Kilometer.

Unter den Toten waren mindestens 21 Feuerwehrleute, die zu einem Feuer gerufen wurden, als sich die Explosionen ereigneten. Nach dem Unglück wurden rund 3500 Obdachlose vorübergehend in zehn Schulen untergebracht. Vizepremier Liu Yandong besuchte die Opfer der Explosionen und sicherte ihnen umfassende medizinische Behandlung zu.

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