Meutereiprozess

Bangladesch: 150 Grenzschützer zum Tode verurteilt

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Ein Soldat der "Bangladesh Rifles" (BDR) im Gefängnis von Dhaka.

Dhaka - Fast fünf Jahre nach einer blutigen Meuterei von Grenztruppen in Bangladesch hat ein Gericht in der Hauptstadt Dhaka mehr als 150 der Paramilitärs zum Tode verurteilt.

Weitere 160 Grenzschützer erhielten lebenslange Haftstrafen, wie der private TV-Sender Independent Television am Dienstag berichtete.

Bei dem zweitägigen Aufstand im Hauptquartier der paramilitärischen Bangladesh Rifles (BDR), die heute Border Guards Bangladesh heißen, waren im Februar 2009 insgesamt 74 Menschen getötet worden, darunter 57 Offiziere. Als Grund für die Revolte gaben Soldaten unter anderem schlechte Bezahlung und andere Benachteiligungen gegenüber den regulären Streitkräften an.

Der Richter Mohammad Akhtaruzzaman verhängte am Dienstag außerdem 263 Haftstrafen zwischen drei und zehn Jahren, wie lokale Medien weiter berichteten. 271 Angeklagte wurden freigesprochen. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hatte bemängelt, der Massenprozess gegen 847 Menschen sei nicht fair gewesen. Die Angeklagten hätten kaum oder gar keinen Zugang zu Anwalten gehabt.

Der Aufstand hatte sich auf andere Landesteile ausgebreitet. Die Meuterer hätten nach dem Blutbad Waffendepots geplündert, die Häuser der Offiziere gestürmt und ihre Familien als Geiseln genommen, schrieb die Zeitung „Daily Star“. Die Toten, darunter der Chef der Truppe, Generalmajor Shakil Ahmed, waren von den Meuterern auf dem Gelände verscharrt worden.

dpa

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