Babysitter (15) ermordet Zweijährige

London  - Ein 15 Jahre alter Babysitter ist am Freitag im englischen Manchester wegen Mordes an einem zweijährigen Mädchen verurteilt worden.

Das Gericht befand ihn schuldig, der kleinen Demi in einem nahe gelegenen Park 68 Verletzungen mit Schlägen, Bissen und Tritten beigebracht zu haben. Der Jugendliche sollte nur anderthalb Stunden auf das Kind aufpassen, während die Mutter einen Kindergeldscheck abholen wollte. Als sie zurückkam, lag das Kind schwer verletzt im Bett und hat kaum geatmet. Er sagte, es sei ein Unfall gewesen. Erst dann wurde die Ambulanz gerufen. Die Zweijährige starb zwei Tage später im Krankenhaus. Das Strafmaß für den Verurteilten wird später bekanntgegeben. Ihm drohen mindestens zwölf Jahre Haft.

Vor Gericht bestritt der Babysitter, das kleine Mädchen im vergangenen Juli umgebracht zu haben. Der Jugendliche sagte vor Gericht, er sei mit Demi in einen nahe gelegenen Park gegangen, wo er seine Wut über ihr Benehmen ausgelassen habe. Massive Schläge ins Gesicht, Hirnschäden, Bisse in den Körper und eine abgerissene Kopfhaut sind im Protokoll des Gerichtsmediziners aufgelistet, der die Verletzungen keinesfalls auf einen Unfall zurückführen könne.

„Jeder wird denken, ich bin ein Monster“

Die drogenabhängige Mutter hatte ihr Kind in die Obhut des 15- Jährigen gegeben, um einen Kindergeld-Scheck abzuholen. Als sie zurückkam, sagte ihr der Babysitter, er habe Demi hochgehoben “und sie dabei womöglich verletzt, sie fiel im Park hin.“ Erst dann hat die Mutter die Ambulanz gerufen. Das Kind habe kaum noch geatmet, hieß es. Zwei Tage später wurden die lebenserhaltenden Geräte abgestellt. In einem psychologischen Gutachten der Verteidiger wurde dem 15- Jährige verminderte Intelligenz und eine Verhaltensstörung bescheinigt. Einem Mitarbeiter der Gesundheitsbehörden habe er eine Teilschuld eingeräumt und ihm gesagt: “Ich bin nicht stolz auf das, was ich getan habe, und jeder wird denken, ich bin ein Monster, aber keiner kann mich härter abstrafen als ich es selbst tun werde.“

dpa

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