Deutsche Entwicklungshelfer im Sudan entführt

Berlin - Im Sudan werden seit Dienstagabend zwei Deutsche vermisst. Es handelt sich um Mitarbeiter des Technischen Hilfswerkes. Jetzt versuchen deutsche Behörden, die Entführung aufzuklären.

Das teilte das Auswärtige Amt am Mittwoch in Berlin mit. Details nannte der Sprecher des Außenministeriums nicht. Die deutsche Botschaft in dem Land sei eingeschaltet und bemühe sich in Zusammenarbeit mit den dortigen Behörden um Aufklärung. Auch zu Berichten, es seien Mitarbeiter des Technischen Hilfswerkes (THW) entführt worden, äußerte sich der Sprecher nicht.

Erst vor wenigen Tagen hatten Unbekannte im westsudanesischen Darfur drei Friedenshüter der dortigen UN-Mission (UNAMID) getötet und einen weiteren Blauhelm schwer verletzt. Am Wochenende waren bei Zusammenstößen zwischen verfeindeten Nomadengruppen mindestens 40 Menschen getötet worden. Nach UNAMID-Angaben hatte Streit um Weideland und Wasser die tödliche Auseinandersetzung ausgelöst.

Friedensgruppen sichern Flüchtlingslager

Die UNAMID-Friedenstruppen sichern vor allem die Flüchtlingslager und Dörfer in der Konfliktregion. Nach UN-Schätzungen sind in Darfur seit 2003 mehr als 300 000 Menschen ums Leben gekommen. Noch immer leben mehr als eine Million Menschen in Darfur in Flüchtlingslagern.

Der Bundestag hatte in der vergangenen Woche die Verlängerung der deutschen Beteiligung am UNAMID-Einsatz beschlossen. Die Mandatsobergrenze wurde von 250 auf 50 Soldaten gesenkt. Derzeit sind dort nur acht deutsche Soldaten im Einsatz.

dpa

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