Ausschreitungen wegen Kirchenbau - ein Toter

Kairo - Im Streit um einen Kirchenbau in Kairo ist bei Zusammenstößen zwischen Christen und der Polizei ein Mensch ums Leben gekommen.

Nach Polizeiangaben kam es bereits am Morgen zu heftigen Protesten wegen eines erzwungenen Stopps der Bauarbeiten unweit der Pyramiden. Am Nachmittag hätten dann mehrere hundert Menschen vor dem Gebäude der örtlichen Verwaltung randaliert.

Die Christen demolierten demnach Autos und warfen Fenster ein. Die Polizei setzte Tränengas ein. Einer der Demonstranten wurde von einer Kugel ins Bein getroffen und starb wenig später in einem Krankenhaus an seinen Verletzungen. Wie die amtliche Nachrichtenagentur MENA meldete, wurden insgesamt 68 Menschen bei den Zusammenstößen verletzt, 133 Personen wurden in Gewahrsam genommen.

Christen in Ägypten klagen oftmals über Diskriminierung. Rund zehn Prozent der 80 Millionen Einwohner gehören der koptischen Kirche an. Für den Kirchenbau am Stadtrand von Kairo soll nach offiziellen Angaben keine Genehmigung vorgelegen haben.

dapd

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