Ausnüchterungszelle so teuer wie Luxushotel

Zürich - Preise wie im Luxushotel: Wer in Zürich sturzbetrunken von der Polizei eingesammelt und in die Zentrale Ausnüchterungsstelle gebracht wird, muss künftig tief in die Tasche greifen.

Für einen Aufenthalt ab drei Stunden sind 950 Franken (rund 650 Euro) zu berappen, wie die Behörden am Dienstag mitteilten. Denn erstmals soll das Ausnüchtern von diesem Freitag an voll zulasten der Betrunkenen gehen. Wer in weniger als drei Stunden wieder auf den Beinen ist, bekommt Rabatt: er muss nur 600 Franken zahlen. Die Betroffenen werden in den zwölf Ausnüchterungszellen einer zentralen Polizeiwache untergebracht, aber von einer privaten Firma medizinisch betreut und mit Videokameras überwacht.

Die Aufsicht hat jedoch weiterhin die Stadtpolizei. Mit dem neuen Ausnüchterungszentrum, das von freitags bis sonntags geöffnet ist, sollen die Notaufnahmen der Kliniken und damit die Krankenkassen entlastet werden. Minderjährige Koma-Trinker müssen von den Eltern in der neuen Station abgeholt werden. Neben der saftigen Rechnung erwartet sie auch ein Gespräch mit Mitarbeitern vom Sozialamt. Die Stadt rechnet mit 600 Betrunkenen im Jahr, also etwa 12 pro Wochenende.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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