Aufräumarbeiten nach Überschwemmung in Istanbul

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Hochwasser in Istanbul.

Istanbul - Nach der schwersten Unwetter-Katastrophe seit Jahrzehnten haben im Großraum Istanbul die Aufräumarbeiten begonnen.

Die Behörden setzten schwere Baumaschinen ein, um die von den Fluten weggespülten Fahrzeuge zu bergen und Straßen wieder passierbar zu machen, berichteten türkische Medien. Unterdessen räumten türkische Politiker Versäumnisse ein. Die weit verbreitete Duldung illegaler Bautätigkeiten habe die Lage verschlimmert. In den Springfluten waren am Dienstag und Mittwoch im Großraum Istanbul mindestens 31 Menschen ums Leben gekommen.

Überschwemmungen in der Türkei

Schwere Überschwemmungen in der Türkei

Für das Unglück seien Menschen verantwortlich, nicht die Natur, sagte der Oberbürgermeister von Istanbul, Kadir Topbas. Er forderte größere Sorgfalt bei der Auswahl von Standorten für Bauten. Experten hatten kritisiert, es sei auch in Flussbetten gebaut worden. In anderen Ländern hätten Regenstürme nicht solche Folgen, sagte Transportminister Benali Yildirim. In der Türkei würden erst illegal Wohngebäude errichtet, dann werde die nötige Infrastruktur gebaut. Bürger und Behörden hätten Fehler gemacht.

Wasser sei „wie ein Tsunami“ gekommen

24 Menschen starben allein im Stadtgebiet von Istanbul, hatten die Behörden am Mittwoch mitgeteilt. Medien berichteten, das Wasser sei “wie ein Tsunami“ gekommen. Türkische Fernsehsender zeigten dramatische Bilder von Menschen, die in den Fluten ums Überleben kämpften. Autos und Kleinlaster wurden weggespült oder trieben im Wasser. Mehrere Hauptstraßen und zwei Autobahnen Richtung Griechenland und Bulgarien waren zeitweise unpassierbar.

In einigen Teilen der Nordwest-Türkei waren die stärksten Regenfälle seit Jahrzehnten gemessen worden. Seit Dienstag waren pro Quadratmeter 220 Liter Wasser niedergegangen, teilten die Behörden mit. Im ganzen September habe es im Schnitt der vergangenen Jahre jeweils 35 Liter pro Quadratmeter geregnet. Der türkische Meteorologe Mehmet Caglar sagte, solche ungewöhnlich heftigen Regenfälle seien eine Folge des Klimawandels.

dpa

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