Attentäter bei CIA-Anschlag war Doppelagent

Washington - Ein jordanischer Doppelagent mit Verbindungen zu El Kaida soll nach US-Medienberichten den jüngsten Selbstmordanschlag auf eine US-Geheimdienstbasis in Afghanistan verübt haben.

Bei dem Täter handele es sich um den 36-jährigen Humam Khalil Abu-Mulal al Balawi, der für den jordanischen Geheimdienst gearbeitet habe, berichteten der TV-Sender NBC und andere Medien unter Berufung auf westliche Geheimdienstquellen. Er habe sich in dem Lager in die Luft gesprengt und sieben CIA-Agenten mit in den Tod gerissen. Das Attentat gilt als das blutigste gegen die CIA seit vielen Jahren. Der jordanische Geheimdienst habe den Mann vor über einem Jahr wegen El-Kaida-Kontakten festgenommen.

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Die Jordanier seien später davon ausgegangen, sie hätten den Mann auf ihre Seite gezogen. Darauf hätten sie ihn als Undercover-Agent nach Pakistan und Afghanistan geschickt, wo er El-Kaida-Zellen unterwandern sollte, berichtet NBC weiter. Vor kurzem hätte er sich bei seinen jordanischen Agentenführern mit dem Wunsch gemeldet, CIA-Agenten in dem Lager in der Chost-Provinz an der Grenze zu Pakistan zu treffen. Bei dem Anschlag kamen sieben CIA-Agenten ums Leben.

Bisher hieß es, der Täter habe eine afghanische Armeeuniform getragen, sei als Informant eingeladen gewesen und entgegen den Sicherheitsvorschriften bei seiner Ankunft auf der schwer bewachten Basis nicht durchsucht worden. Die radikal-islamischen Taliban bekannten sich zu dem Angriff. Der Attentäter hatte die Bombenweste in einem Fitness-Raum der Anlage gezündet. Der Stützpunkt Forward Operation Base Chapman soll eine Schlüsselrolle bei der Steuerung unbemannter Drohnen spielen, mit denen die US-Streitkräfte Stellungen und Verstecke der Taliban in dem unwegsamen Grenzgebiet unter Feuer nehmen.

dpa

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