Rassistischer Serienmörder Joseph Paul

"Hustler"-Attentäter hingerichtet

St. Louis - Der rassistische US-Serienmörder Joseph Paul Franklin ist am Mittwoch hingerichtet worden. Er hatte unter anderem den Gründer des Erotikmagazins "Hustler" Larry Flynt angeschossen.

Wie Medien unter Berufung auf Justizbehörden des US-Bundesstaates Missouri berichtete, wies der Oberste Gerichtshof einen Antrag zurück, die Hinrichtung im letzten Augenblick nochmals zu verschieben. Franklin hatte 1978 unter anderen den Gründer des Erotikmagazins "Hustler" Larry Flynt angeschossen, nachdem dieser Bilder eines Paares mit unterschiedlicher Hautfarbe veröffentlicht hatte. Der 70-Jährige ist seitdem gelähmt und sitzt im Rollstuhl.

Franklin soll zwischen 1977 und 1980 insgesamt 22 Menschen ermordet haben, meist aus rassistischen Motiven. Zum Tode verurteilt wurde er wegen der Ermordung eines Mannes vor einer Synagoge in St. Louis im Jahr 1977; in anderen Fällen erhielt er lebenslange Haft. Wegen der Schüsse auf Flynt in Georgia wurde Franklin nie angeklagt.

Wegen eines Streits durch mehrere Justizinstanzen verzögerte sich Franklins Hinrichtung am Mittwoch um etwa sechs Stunden. Er wurde um 06.17 Uhr Ortszeit (13.17 Uhr MEZ) für tot erklärt.

Medienberichten zufolge erklärte zunächst Richterin Nanette Laughrey in Missouri, Franklins Hinrichtung mit dem offiziell nicht zugelassenen Betäubungsmittel Pentobarbital könne "unnötigen Schmerz" verursachen und verstoße damit gegen die Verfassung. Der Nachrichtensender CNN berichtete zudem, eine zweite Richterin habe in einem separaten Urteil einen Aufschub angeordnet, weil der 63-jährige Franklin geistig nicht zurechnungsfähig sei. Dagegen legte die Regierung des Bundesstaates Berufung ein. Ein Berufungsgericht lehnte den Aufschub ab, das Oberste US-Gericht bestätigte das Urteil.

afp

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