in Marseille

Jugendlicher greift Juden an und beruft sich auf IS

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Ein 15-Jähriger hat einen jüdischen Lehrer angegriffen.

Marseille - Ein 15-Jähriger greift einen jüdischen Lehrer in Marseille an. Dabei beruft er sich auf Allah und die Terrormiliz IS. In den Polizeiakten findet sich bisher nichts über den jungen Mann.

Nach einem Messerangriff auf einen jüdischen Lehrer hat die Polizei in Marseille einen 15-Jährigen festgenommen. Der aus der Türkei stammende Kurde habe sich nach seiner Tat auf Allah und die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) berufen, berichtete Staatsanwalt Brice Robin am Montag in Marseille.

„Es handelt sich offensichtlich um einen antisemitischen Angriff“, sagte Robin. Der Polizei sei der nicht vorbestrafte junge Mann bisher unbekannt gewesen. Robin beschrieb das Elternhaus als „normal“, in der Schule habe der 15-Jährige bisher gute Noten gehabt.

Gegen den jungen Mann läuft nun ein Verfahren wegen versuchten Mordes aus religiösen Gründen und Verherrlichung von Terrorismus.

Frankreichs Innenminister Bernards Cazeneuve sprach auf Grundlage bisheriger Erkenntnisse von einem Einzeltäter, der sich über das Internet radikalisiert habe. Der Lehrer sei Opfer eines empörenden antisemitischen Angriffs, schrieb Cazeneuve auf Twitter.

Der Lehrer mit einer Kippa, der Kopfbedeckung für gläubige jüdische Männer, erlitt bei der Attacke auf dem Weg zu seinem Institut leichte Verletzungen. Er hatte den Täter noch verfolgen können. Der junge Mann wurde kurz darauf festgenommen. Dabei soll er mit neuen Versuchen gedroht haben, Menschen jüdischen Glaubens zu ermorden.

Bereits im November war ein Lehrer einer jüdischen Schule in der südfranzösischen Stadt Opfer einer Messerattacke geworden. Dabei hatten drei Angreifer den Geschichtslehrer verletzt.

dpa

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