Atom-U-Boot beginnt mit Suche nach Flugschreibern

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Bei der Aufklärung des Flugzeugabsturzes der Air-France-Maschine wird nun nach den Flugschreibern gesucht. Auf dem Bild sind der digitale Flugdatenschreiber und das Sprachaufzeichnungsgerät des Continental-Airlines-Flug 3407, der bei Buffalo abstürzte zu sehen.

Paris - Große Hoffnungen ruhen auf dem französischen Atom-U-Boot “Emeraude“: Seit Mittwoch sucht das Schiff mit einem hochempfindlichen passiven Sonar nach den Flugschreibern des abgestürzten Airbusses.

Von ihnen wird Aufklärung über die Ursache des Absturzes der A330 der Air France in den Atlantik erwartet, bei dem 228 Menschen den Tod fanden. Die “Emeraude“ durchkämme eine Zone von 20 mal 20 Seemeilen (rund 37 mal 37 Kilometer), sagte ein Pariser Militärsprecher. Am Donnerstag soll ein Forschungsschiff mit Tauchrobotern eintreffen. “Die Erfolgschancen sind aber nicht sehr, sehr hoch.“ 

Bilder der Trauerfeier in Paris

Bilder von der Trauerfeier für die Opfer des Flugzeugabsturzes

Das 74 Meter lange Atom-U-Boot muss sich den beiden Flugschreibern bis auf etwa 1000 Meter nähern, um deren Funksignale empfangen zu können. Am Wochenende sollen auch zwei US-Schlepper mit extrem empfindlichen Sonargeräten in dem Gebiet eintreffen. Einmal geortet, könnten die orange leuchtenden Flugschreiber von einem Tauchroboter oder Arbeits-U-Boot des Forschungsschiffes “Pourquoi pas?“ geborgen werden. Der Flugdatenschreiber und der Gesprächsaufzeichner werden in einem zerklüfteten Gebiet in bis zu 4000 Metern Tiefe vermutet.

Ungeachtet der öffentlichen Diskussion über den Ausfall von Bordcomputern und Geschwindigkeits-Messsonden verfolgen die Behörden weiter auch die Spur eines möglichen Terroranschlages. Der französische Geheimdienst überprüfe zwei verdächtige Insassen des Flugzeuges, berichtete die Nachrichtenseite lexpress.fr am Mittwoch. Zwei Passagiere trügen Namen von Personen, die Verbindung zu islamistischen Terroristen hätten. Jetzt müsse geklärt werden, ob es sich um harmlose Namensvetter handele.

Ein Anschlag gilt weiter als möglich, wird angesichts der Serie automatischer Fehlermeldungen der Airbus A330 vor dem Absturz aber nicht für wahrscheinlich gehalten. Satellitenbilder sollen darauf hindeuten, dass das Flugzeug in einen extrem heftigen Sturm geraten war, bei dem die Temperatur unter minus 80 Grad fiel. Auch hier könnten die Flugschreiber Hinweise für die Aufklärung bieten.

Die französischen und brasilianischen Bergungsmannschaften zogen bis Dienstagabend 41 Leichen aus dem Wasser. Mit der Sicherung von Fingerabdrücken begann die Identifizierung. Dazu hat auch die internationale Polizeiorganisation Interpol ihre Hilfe angeboten.

dpa

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