Sexy Frauen erfunden - arbeitsunfähig

Angestellte verklagt Seitensprung-Agentur

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Die Agentur vermittelt erfundene Frauen für Seitenspringer.

Toronto - Weil sie sich beim Erfinden von sexy Frauen eine Verletzung beim Tippen zugezogen habe, verklagt eine frühere Angestellte in Kanada eine Seitensprung-Website.

Sie habe so viele Sexgesuche von nicht-existierenden Frauen schreiben müssen, dass sie arbeitsunfähig geworden sei, heißt es in der Klage, die jetzt das „Canadian Lawyer Magazine“ veröffentlichte. Die frühere Angestellte klagt auf 20 Millionen Kanadische Dollar (etwa 15 Millionen Euro).

Doriana S. war der Klageschrift zufolge von einer Website angeheuert worden, deren Zweck es ist, Verheirateten außerehelichen Sex zu vermitteln („Das Leben ist kurz. Gönn' Dir eine Affäre.“). Die Agentur Ashley Madison wollte die Klage nicht kommentieren.

Als Brasilianerin sollte die Klägerin wohl für den dortigen Markt Profile von Frauen, die eine Affäre suchen, ins Portugiesische übersetzen. Schließlich habe sie sogar Sexgesuche von Frauen erfinden sollen.

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Sie habe, schrieb ihr Anwalt, „Profile von Frauen, die gar nicht in der wirklichen Welt existieren, mit Beschreibungen und Vorlieben und dem Typ Männern, die sie suchen, erfinden müssen, sogar mit Fotos“. Weil sie innerhalb von drei Wochen tausende Profile habe schreiben müssen und ihr Chef auf immer mehr gedrängt habe, sei sie durch „überhöhte Anforderungen bei der Tastaturarbeit“ arbeitsunfähig geworden.

dpa

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